08. Februar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Klausurtagung der Sozialdemokraten in Berlin ist eines der großen Themen auf den Kommentarseiten.

    SPD-Logo auf einem Gebäude in Köln (Symbolbild).
    Die Klausur des SPD-Vorstands ist ein Thema unserer Presseschau. (imago / Beautiful Sports / Buriakov)
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG schreibt:
    "Das Bild, das die SPD zum Auftakt der Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm von sich zeichnete, ist ebenso erhellend wie verstörend. Was am Wochenende zu sehen und zu hören war, klingt eher nach Ende als nach Erwachen."
    In der FRANKFURTER RUNDSCHAU heißt es:
    "Leider haben die SPD-Vorsitzenden Bas und Klingbeil eine große Chance vertan. 'Zusammen Zukunft schreiben' will die SPD. Doch die beiden Vorsitzenden wagen sich in ihren sehr langen Reden kaum über die Beschreibung der Gegenwart hinaus. Ein bisschen mehr Orientierung hätte die Parteispitze schon geben dürfen."
    Der Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Hubig für eine Mietrechtsreform ist Thema im DARMSTÄDTER ECHO:
    "In etlichen deutschen Städten haben sich die Preise bei Neuvermietungen von 2010 bis 2024 im Schnitt verdoppelt. Für Millionen Menschen ist das ruinös. Hubigs Reformkonzept ist kein Allheilmittel, aber ein Schritt in die richtige Richtung."
    Das STRAUBINGER TAGBLATT ist anderer Meinung:
    "Noch so viele Verschärfungen des Mietrechts ändern nichts an der Kennziffer, die wirklich zählt: Hunderttausende Wohnungen fehlen. Solange Baurecht, Baukosten, Genehmigungen und Steuern Investoren und private Bauherren ausbremsen, bekämpft jede neue Regulierung in erster Linie Symptome."
    Die DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN greifen die Bemühungen um einen Frieden in der Ukraine auf:
    "Bis Juni sollen Russland und die Ukraine sich auf ein Kriegsende geeinigt haben - meinen die USA. Doch angesichts der zweifelhaften Zuverlässigkeit Donald Trumps ist das wenig Grund für Hoffnung."
    Die KÖLNISCHE RUNDSCHAU nimmt nicht nur Trumps jüngste Ukraine-Initiative, sondern auch dessen von ihm sogenannten "Friedensrat" in den Blick:
    "Noch im Februar soll dieser die zweite Phase des Gaza-Waffenruheabkommens einleiten. Aber Trumps Ankündigungen sind die Luft nicht wert, in die hinein er sie spricht."
    Zum Abschluss noch ein Blick auf den Sieg von Premierministerin Takaichi mit ihrer Partei bei der Parlamentswahl in Japan.
    "Man muss Takaichis 'Japan First'-Politik nicht mögen,"
    formuliert die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG...,
    "...aber man sollte sie studieren, vor allem in Deutschland, das so viele Parallelen zu Japan aufweist. Das Versprechen, mit dem Takaichi gewonnen hat, war, auf ihre Bevölkerung zu hören, auf deren Ängste und Wünsche, die sich mit Sicherheit und Stabilität zusammenfassen lassen."
    Die TAZ ist nicht einverstanden:
    "Takaichis Erdrutschsieg erklärt sich auch daraus, dass Japan dem Trend in westlichen Demokratien zu einem nach innen gerichteten Nationalismus folgt. Viele Wähler werden ihre Begeisterung für Takaichi noch bereuen."