
"Diese Zahlen schockieren nicht. Sie beschämen. Nur fünf Prozent der psychischen und körperlichen Gewalt wird angezeigt. 19 von 20 Taten bleiben unsichtbar. Die Gewalt bleibt meist folgenlos für die Täter. Das ist ein Armutszeugnis. Nicht für die Opfer, sondern für den Staat."
Die STUTTGARTER ZEITUNG notiert:
"Der haarsträubende Befund macht deutlich, dass Gewaltopfer, überwiegend Frauen, in den meisten Fällen mit ihrem Leid alleine bleiben – und die Urheber solcher Schandtaten nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Das zeugt von Ignoranz und mangelnder Sensibilität."
Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz kritisiert:
"Es spricht Bände, dass wichtige Gesetze jetzt erst auf den Weg gebracht werden: Als sei die Gewalt eben Privatsache."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU nennt als Minimum
" .... ausreichend Schutzeinrichtungen zur Verfügung zu stellen – zum Beispiel Frauenhäuser. Sinnvoll sind Schritte wie die Einführung der elektronischen Fußfessel für Täter, die sich ihren Opfern nicht mehr nähern dürfen."
Nun nach Großbritannien. Angesichts der Ausweitung des Epstein-Skandals rund um den früheren britischen Botschafter in den USA, Mandelson, kämpft Premierminister Starmer um sein politisches Überleben.
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt:
"Premierminister Starmer machte Mandelson zum US-Botschafter, obwohl er wusste, dass der Kontakte zu Epstein unterhalten hatte. Sicher, er kannte nicht das gesamte, offenbar auch strafrechtlich relevante Ausmaß. Aber seine Entschuldigung, Mandelson habe ihm versichert, der Kontakt sei nicht weiter tragisch gewesen, und er habe ihm geglaubt, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil."
Das STRAUBINGER TAGBLATT konstatiert:
"Ob Starmer diese Krise übersteht, wird sich nicht an Loyalitätsbekundungen messen lassen – sondern daran, ob es ihm gelingt, den Eindruck des Kontrollverlusts zu korrigieren. Es geht nicht mehr um die Frage, ob seine Zeit als Premier zu Ende geht, sondern darum, wann es so weit ist."
Die TAZ resümiert:
"Starmers Probleme sind hausgemacht. Sein Reflex in Krisenzeiten ist das Einigeln in der Hoffnung, dass alles vorbeigeht. Das funktioniert, solange sein Umfeld ihn abschirmt. Aber in der Mandelson-Affäre geriet sein Umfeld in die direkte Schusslinie und macht nicht mehr mit."
