Der TAGESSPIEGEL aus Berlin schreibt:
"Über dessen Helm wird seit Tagen diskutiert. Das IOC sieht ein politisches Statement, das laut Olympischer Charta verboten ist. Der Fall zeigt mal wieder, wie schwierig - um nicht zu sagen: unmöglich - es ist, Sport und Politik zu trennen. Das IOC sollte seine Regularien für die Zukunft dringend überdenken."
Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG äußert dagegen Verständnis:
"Der Versuch, die Politik aus dem Sport herauszuhalten, hat Gründe. Schließlich muss, wer legitime Botschaften erlaubt, auch aushalten, wenn die Gegenseite die Möglichkeit zur Botschaft ausnutzt."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU beschäftigt sich mit der US-Klimapolitik:
"Treibhausgase als nicht gesundheitsschädlich zu deklarieren ist fatal. Genau das tut US-Präsident Donald Trump nun, indem er eine Einstufung der Umweltbehörde von 2009 kippt, wonach CO2-Ausstöße Menschen und Gemeinwohl gefährden. Damit fehlen Behörden in den USA Instrumente gegen die größte Bedrohung unserer Zeit: die Erderwärmung."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG ordnet die Entscheidung anders ein:
"Klimaaktivisten haben die Öffentlichkeit vielleicht davon überzeugt, den Klimawandel ernst zu nehmen. Aber sie konnten sie nicht davon überzeugen, dafür zu bezahlen. Die Klimakrise konkurriert mit der Erschwinglichkeitskrise – letztere scheint zu gewinnen."
Das Magazin CICERO aus Berlin kommentiert den Besuch von Bundestagspräsidentin Klöckner im Gazastreifen:
"Gut, dass Julia Klöckner sich durch kritische Stimmen nicht davon hat abhalten lassen, ihren Besuch genau so zu gestalten, wie sie es für richtig hielt. Klöckner hat eben nicht vergessen, wer für den Krieg in Gaza verantwortlich ist; wer das Pogrom vom 7. Oktober begangen und wer ihm zugejubelt hat.“
Die SÜDWEST PRESSE aus Ulm wendet ein:
"Gleichzeitig soll von dem Besuch wohl aber auch die Botschaft ausgehen, dass Klöckner die Lage der zwei Millionen Palästinenser in Gaza nicht egal ist. Möglicherweise wäre das Signal noch deutlicher ausgefallen, wenn sie sich auch mit Vertretern der Palästinensischen Autonomiebehörde getroffen hätte, die reformiert werden und beim Wiederaufbau staatlicher Strukturen im Gazastreifen einen Beitrag leisten soll. Aber das wäre wohl zu viel Symbolik gewesen."
Die FREIE PRESSE aus Chemnitz stellt zum EU-Gipfel in Belgien fest:
"Würde die EU nur halb so viel Energie dafür aufwenden, die von Draghi und Co. vorgeschlagenen Reformen abzuarbeiten, wie sie sich über Trump echauffiert, könnte die Union bald mit Selbstbewusstsein und Würde als Wirtschaftsmacht gegenüber den USA auftreten."
