15. Februar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Das dominierende Thema ist die Münchner Sicherheitskonferenz.

    An einem Absperrgitter vor dem Bayerischen Hof ist die Aufschrift „MSC - Munich Security Conference“ zu sehen, im Hintergrund die Münchner Frauenkirche.
    Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) ist das dominierende Thema in den Kommentarpalten der Zeitungen. (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
    Die NÜRNBERGER ZEITUNG zieht ein positives Fazit:
    "An Klagen über den miesen Zustand der Welt und der internationalen Ordnung hat es nicht gefehlt. Aber während die Europäer früher nur verbal Zusammenarbeit und Einheit beschworen, wurden jetzt Strukturen eines europäischen Neuanfangs erkennbar."
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG geht auf die Rede von US-Außenminister Rubio ein:
    "Man sollte diese nicht als Wiederbelebung alter transatlantischer Harmonie missverstehen. Der Außenminister trat in München verbindlicher auf als Vizepräsident J. D. Vance im vergangenen Jahr. Aber die Botschaft war immer noch Trumpismus pur."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG stimmt zu:
    "Dass Trump auf allen Werten, Normen und Institutionen herumtrampelt, ohne die der Westen nicht der Westen ist, fällt Rubio offenbar nicht auf. Er glaubt vielleicht, er diene dem Retter des Westens, aber in Wahrheit dient er dem Zerstörer."
    Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf geht auf die Rede von Kanzler Merz ein:
    "Er machte sehr deutlich, dass die Europäer die Kritik der USA an mangelndem Engagement Europas etwa in der NATO nachvollziehen können - aber auch, dass Deutschland und Europa den demokratischen und liberalen Werten treu bleiben."
    Die PFORZHEIMER ZEITUNG richtet den Blick auf Europas und Deutschlands Verteidigungsfähigkeit:
    "Der Kanzler verrät, dass er mit Frankreichs Präsident Macron über einen gemeinsamen europäischen Atomschirm spreche. Dass daraus viel wird, glaubt in München niemand. Jedem Gedanken über eine mögliche atomare Bewaffnung Deutschlands schiebt Merz sogleich einen Riegel vor: Alles habe im Rahmen bestehender Verträge zu geschehen – und die verbieten eine derartige Aufrüstung."
    Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg wirft ein:
    "Nuklearwaffen haben seit dem ersten Abwurf durch die USA 1945 einzig der Abschreckung gedient. Wäre die Ukraine nicht per Vertrag atomwaffenfrei geworden, hätte Russland niemals angegriffen."
    Zum Abschluss noch eine Stimme des STRAUBINGER TAGBLATTS zur AfD:
    "Affären und Skandale gibt es bei der AFD quasi am laufenden Band. Auf die Wählergunst ausgewirkt haben sie sich bislang kaum. Doch die Vetternwirtschaftsvorwürfe, die aus Sachsen-Anhalt nun auf die Gesamtpartei und sogar deren Chef Tino Chrupalla übergreifen, treffen die AfD an ihrem empfindlichsten Punkt. Denn sie erschüttern das sorgfältig kultivierte Selbstbild von den aufrechten Kämpfern gegen vermeintlich korrupte Eliten. Die Vorwürfe kommen noch dazu aus den eigenen Reihen – so greift auch der übliche Schmutzkampagnen-Vorwurf nicht,"
    betont das STRAUBINGER TAGBLATT.