
Die FREIE PRESSE aus Chemnitz kommentiert:
"Die Zeit spielt momentan für Russland. Und das nicht nur angesichts des personell geschwächten ukrainischen Militärs und der wachsenden Ungeduld Trumps gegenüber Selenskyj, Staatsgebiet an Russland abzutreten. Die dramatisch geschwundene materielle US-Unterstützung für die Ukraine können die Europäer nur unzureichend auffangen."
Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz notiert:
"Die Europäer sitzen in Genf erneut nicht am Tisch. Trumps Unterhändler sollen außerdem zusätzlich zu den Ukraine-Gesprächen auch russisch-amerikanische Gespräche über eine Wiederbelebung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten führen. Wieder ein Indiz dafür: Während Selenskyj die Peitsche zu spüren bekommt, soll Wladimir Putin mit Zuckerbrot gelockt werden".
Die TAZ verweist hingegen auf die jüngsten ukrainischen Geländegewinne:
"200 Quadratkilometer ukrainischen Staatsgebiets konnten Kiews Truppen den russischen Besatzern abringen, die durch das Abschalten des US-Satellitensystems Starlink für Moskaus Soldateska zwischenzeitlich 'blind' waren. Das beweist, dass das oft verbreitete Narrativ, die Ukraine sei ohnehin verloren, falsch ist."
Themenwechsel. Im vergangenen Jahr sind in Deutschland mehr als 124.000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren gegangen.
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG schreibt dazu:
"Fabriken, in denen Autos, Maschinen, Kleidung und andere nützliche und faszinierende Dinge entstehen, gelten als Kern des deutschen Wirtschaftsmodells. Noch, muss man allerdings sagen, denn was einst als Made in Germany Kunden auf der ganzen Welt begeisterte, entsteht mittlerweile auch an vielen anderen Orten."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU sieht dagegen Gründe für Optimismus:
"Bereits zum Jahresende gab es bei den Neugründungen einen Rekord. Ein weiterer Indikator ist die Belebung in der Baubranche. Diese ist zwar, wie in vielen anderen Industriebereichen, noch zaghaft. Aber es geht voran. Vor allem: Es geht nicht weiter abwärts. Schon gar nicht befindet sich Deutschland im 'freien Fall', wie die AfD behauptet".
Der Landesverfassungsschutz in Niedersachsen hat die AfD als extremistische Bestrebung eingestuft. Dazu schreibt der KÖLNER STADT-ANZEIGER:
"Der völkische Kurs der AfD ist kein 'Ost-Problem' mehr, sondern längst auf die Westverbände übergegangen."
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg gibt zu bedenken:
"Auf die Wahlerfolge der Partei haben solche Einstufungen keine spürbaren Auswirkungen. Die Erfolgsaussichten eines Parteiverbotsverfahrens sind zudem umstritten und politische Mehrheiten dafür nicht in Sicht."
