18. Februar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die elektronische Patientenakte ist Thema in den Kommentarspalten der Zeitungen.

Blick auf den Zugang zu einer Patientenakte (ePA) der in einer App Krankenversicherung Viactiv auf einem Smartphone.
Die elektronische Patientenakte ist Thema in den Zeitungen. (dpa | Jörg Carstensen (Symbolbild))
Von einem "Stotterstart" schreibt die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) und liefert einen Grund: "Die technischen Hürden sind absurd hoch. Der Prozess der Einrichtung der Apps mit einem Marathon an Authentifizierungen, Hantieren mit Pins und Codes ist hoch abschreckend und gerade für ältere Menschen schlicht überfordernd. Das muss sich dringend ändern."
Nur ein Bruchteil der Versicherten nutze die Akte bisher, bedauert auch die FRANKFURTER RUNDSCHAU: "Ausnahmsweise gelingt in Deutschland mal ein Schritt in die Moderne, aber die Menschen ziehen nicht mit. Ja, der erstmalige Anmeldeprozess mutet kompliziert an, das ist aber der Datensicherheit geschuldet und am Ende nicht viel komplizierter als die Eröffnung eines Bankkontos. Ja, es fehlen noch wichtige Funktionen, etwa die digitale Variante von Impfausweis oder Mutterpass. Doch der Anfang ist gemacht. Es ist weder sinnvoll noch Erfolg versprechend, die Digitalisierung aussitzen zu wollen. Dafür sind die Vorteile zu groß."
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER meint: "Für Ärzte hat die Akte das Potential, ein wirkungsvolles medizinisches Instrument zu werden. Über je mehr Informationen ein Arzt verfügt, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass er die korrekte Behandlung für die Leiden des Patienten findet. Eine sinnvolle und übersichtliche Verknüpfung der Daten, die von verschiedenen Ärzten eingepflegt werden, sollte daher oberste Priorität haben."
Die Veranstaltungen der Parteien zum politischen Aschermittwoch beobachten die NÜRNBERGER NACHRICHTEN: "Von Buße oder gar Demut ist beim politischen Aschermittwoch wenig zu spüren, auch bei jenen nicht, die das C im Namen führen oder sich den christlichen Werten verpflichtet fühlen. Klar, die Nachrichtenlage ist dünn am Aschermittwoch, der Termin ein Lückenfüller für die Politik wie die Medien – und für manche bundesweit eher unbekannte Landespolitiker ein kurzer Moment der Aufmerksamkeit. Schon deshalb wird diese Veranstaltung überdauern. Und das, obwohl die Mehrheit des Wahlvolks den politischen Zoff nicht goutiert, sondern Lösungen sehen will."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG bilanziert: "Die alljährliche Wirtshaus- und Bierzeltveranstaltung mit Bratwurst, Blasmusik und billigen Sprüchen wirkt im Digitalzeitalter wie ein Überbleibsel aus einer Zeit, als Politik vor allem nach Zigarettenrauch und Männerschweiß roch. Und doch – banalisieren sollte man den politischen Aschermittwoch nicht. Denn er bedient etwas zutiefst Menschliches: den uralten Reflex, Gemeinschaft über Abgrenzung zu schaffen und das Vergnügen daran, über andere herzuziehen und sich dabei moralisch überlegen zu fühlen."