
Die RHEIN-NECKAR-ZEITUNG aus Heidelberg kommentiert:
"Mag die Stuttgarter Parteitagsrede Journalisten und politischen Beobachtern nicht gefallen haben: Die knapp 1.000 Delegierten hat sie überzeugt. Mit etwas über 91 Prozent überspringt der Kanzler und wiedergewählte CDU-Chef genau die Hürde, die ihn innerhalb seiner Partei unanfechtbar macht. Es ist ein sehr gutes Ergebnis."
Die SÜDWEST PRESSE aus Ulm bemerkt:
"Die CDU hat sich in Stuttgart für die altbekannte Rolle des Kanzlerwahlvereins entschieden. Das ist nicht negativ gemeint. Dass die Delegierten den Kanzler – trotz mäßiger Stimmung in der Partei – gestärkt haben, ist professionell. Die SPD hat das bei ihrem Parteichef Lars Klingbeil bekanntlich nicht hinbekommen."
Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf bewertet Merz' Parteitagsrede:
"Viele in der Union haben darauf gewartet, dass Merz endlich aus der Deckung kommt. Nun ist es Merz gelungen, so etwas wie einen neuen Aufbruch für sich, die Union, aber auch für seine Regierung zu beschwören. Er wolle Antreiber sein, er wolle ehrgeizige Ziele setzen und zu 'Hochleistungen' motivieren, so Merz. Deutschland müsse zur 'Höchstform' auflaufen. Nur zu. Die Verzagtheit zu vertreiben, das ist nun mal originäre Aufgabe einer Regierung. Da hat Merz bisher versagt."
Die NÜRNBERGER ZEITUNG schreibt:
"Der zehnminütige Beifall für Merz' Rede lässt hoffen, dass die CDU sich noch begeistern lässt und sich der Notwendigkeit der Geschlossenheit und Entschlossenheit wirklich und nachhaltig bewusst ist. Für persönliche oder gruppenspezifische Abrechnungen ist nach der Konsolidierung der politischen Mitte immer noch Zeit."
Thema im HANDELSBLATT ist das Urteil des Obersten Gerichtshofs in den USA. Die Richter haben einen Großteil der von Präsident Trump verhängten Zölle für rechtswidrig erklärt:
"Die Trump-Juristen werden sich jetzt darum bemühen müssen, die betroffenen Strafzölle auf eine andere Rechtsgrundlage zu stellen. Dass das allerdings kein triviales Unterfangen ist, zeigt nicht zuletzt dieses historische Urteil des Supreme Courts. Ein Urteil, das gleichermaßen ein markantes Hoffnungssignal für all jene darstellt, die nach 13 Monaten Donald Trump an der amerikanischen Demokratie zweifeln."
Und auf dem Portal T-ONLINE ist zu lesen:
"In Wahrheit hat Trump mit seiner pervertierten Interpretation angeblich notwendiger Notstandsmaßnahmen einen Notstand überhaupt erst hervorgerufen. Der oberste Gerichtshof hat nun in wirklich letzter Instanz gezeigt, dass die sogenannten 'checks and balances', also die Kontrollen der jeweiligen Verfassungsorgane, zumindest noch so weit funktionieren, dass sie das Schlimmste verhindern können."
