21. Juli 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Das Lagebild des Bundeskriminalamtes zu sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige ist ein Thema in den Kommentaren:

Fahrgäste warten in der Schlange am Bahnhof Duisburg. Der Verkehr der Deutschen Bahn ist wegen einer Funkstörung bundesweit eingestellt.
In allen deutschen Bahnhöfen soll ein Alkoholverbot gelten (Archivbild). (picture alliance / dpa / Christoph Reichwein)
"Es sind Zahlen, hinter denen sich Abgründe auftun", schreibt die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf:
"17.126 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch registrierte die Polizei im vergangenen Jahr, Tendenz steigend. Und das ist nur das Hellfeld. Die meisten Opfer sind Mädchen, die meisten Tatverdächtigen Männer. Dass Deutschland bei der Digitalisierung bis heute hinterherhinkt, hat in diesem Bereich besonders verheerende Folgen."
Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG ist überzeugt:
"Im Kampf gegen Kindesmissbrauch, Ausbeutung und sexualisierte Erpressung im Internet bleibt viel zu tun. Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit online. Immer mehr Sexualdelikte zum Nachteil von Minderjährigen finden dort statt."
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER fragt mit Blick auf den Bundesinnenminister:
"Warum unternimmt Dobrindt nicht endlich etwas und reguliert beispielsweise Soziale Medien oder treibt Informationskampagnen voran, welche den Eltern die Gefahren von Chatroom oder Sozialen Medien eindrücklich vermitteln?"
DIE RHEINPFALZ aus Ludwigshafen äußert sich zu den Plänen der Deutschen Bahn für ein Alkoholverbot an allen rund 5.400 Bahnhöfen in Deutschland:
"Jetzt verbieten wir also das Bier, statt die Ursachen von Gewalt und Verwahrlosung endlich an ihren Wurzeln zu packen. Statt solche Symbolpolitik zu inszenieren, sollte Bahnchefin Evelyn Palla dafür sorgen, dass unsere Bahnhöfe wieder sauber, Gebäude instand gesetzt und Sicherheitskräfte präsenter werden."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE findet:
"Es ist richtig und nachvollziehbar, dass die Bahn durchgreift. Dass an Bahnsteigen - wo sich oft Hunderte Menschen auf wenigen Quadratmetern Platz drängen - getrunken werden darf, ist ein Sicherheitsrisiko. Aber ein Verbot nur an den Bahnsteigen wäre nur eine halbe Lösung."
Die STUTTGARTER ZEITUNG gibt zu bedenken:
"Die Durchsetzung des Alkoholverbots ist schwierig. Um eine Gruppe von Fußballfans, die auf dem Weg Richtung Stadion sind, am Trinken zu hindern, müsste ein Großaufgebot an Polizisten im Einsatz sein. Personal, das die Bundespolizei nicht hat."
Die NEUE PRESSE aus Coburg erwartet:
"Wer gerne Alkohol trinkt, wird das weiterhin tun, nur eben an anderer Stelle. Das Problem wird damit nicht behoben, sondern nur verlagert. Und das Verbot verhindert auch nicht, dass bereits Betrunkene den Bahnhof betreten."