24. Juli 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Zahlreiche Zeitungen kommentieren die Kabinettsumbildung durch Bundeskanzler Merz.

    Das Bild zeigt Bundeskanzler Merz, mit der desginierten Chefin des Kanzleramt Warken und den künftigen Gesundheitsminister Linnemann.
    Kanzler Merz mit der künftigen Kanzleramtschefin Warken und dem designieten Gesundheitsminister Linnemann. (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER ist wenig überzeugt von diesem Schritt:
    "Wieder einmal ist Sommerpause und wieder einmal herrscht Chaos in der Bundesregierung. Vor einem Jahr stritt man koalitionär über Bundesrichter. Diesmal sorgt Kanzler Friedrich Merz ganz alleine mit einer chaotischen Personalrochade in Hauruck-Manier dafür, dass die Bürger ungläubig den Kopf über die Christdemokraten schütteln."
    Die RHEIN-NECKAR-ZEITUNG aus Heidelberg kritisiert die Hängepartie um den Posten des Bundesverkehrsministers:
    "Na, das kann doch mal passieren in dieser 'Einfach-mal-machen'-CDU. Ein Minister wird abgesetzt, der Nachfolger sagt peinlicherweise ab, weil er sich selbst für fachlich ungeeignet hält. Ist das etwa die Schuld des Bundeskanzlers? Eindeutig: Ja."
    Anders sieht es der CICERO und schreibt:
    "Die Voraussetzungen, dass die Zusammenarbeit zwischen Merz und den 'Neuen' klappt, sind gut: Zwischen dem Kanzler und dem künftigen Fraktionsvorsitzenden Frei herrschte schon immer ein enges Vertrauensverhältnis. Die neue Kanzleramtsministerin Warken wiederum hatte bereits als Parlamentarische Geschäftsführerin gut mit dem damaligen Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer Frei zusammengearbeitet. Und Carsten Linnemann kann nun endlich umzusetzen versuchen, was er immer forderte: 'Einfach mal machen'."
    Der KÖLNER STADT-ANZEIGER befürchtet:
    "Die Personaldecke in der CDU ist verdammt dünn. Das wiederum trübt die Botschaften dieses Freitags ein und könnte dem Kanzler in den kommenden Wochen noch auf die Füße fallen."
    Und der STERN meint:
    "Der Kanzler nutzt damit eine Chance, die ihm die Selbstdemontage Spahns und sein eigenes Scheitern boten. Gleichzeitig trifft er dabei auch Entscheidungen, die selbst einige in der eigenen Partei mindestens als Risiko bezeichnen, während in der SPD sogar von Fehlbesetzungen gesprochen wird. Doch immerhin: Dieser Kanzler wagt mit dem unerwartet großen Kabinettsumbau einen echten Neustart, der zumindest partiell funktionieren kann."
    DIE GLOCKE aus Oelde kommentiert den Antritt von Jürgen Klopp als Fußball-Bundestrainer:
    "Bei seiner Vorstellung trat er mit gewohnt markigen Worten auf. Im Zentrum stand dabei weniger das Sportliche, sondern vielmehr das hehre Ziel, die Gesellschaft vereinen zu wollen. Eine große Bürde, die er sich und seiner Mannschaft damit auferlegt."
    Der Berliner TAGESSPIEGEL gibt zu bedenken:
    "Der DFB hat also seinen Wunschtrainer – heiß ersehnt, teuer erkauft. Die Frage ist, ob er Klopp nun die nötigen Befugnisse einräumt. Und statt in Heilsbringern zu denken, endlich anfängt, Probleme strukturell zu lösen. Denn weder Regierungen noch Fußballverbände lassen sich dauerhaft allein durch Charisma und flotte Sprüche führen."