
Dazu schreibt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG:
"Merz' Management der Kabinettsumbildung war gewiss kein Meisterstück. Die Selbstherrlichkeit, die ihm seine parteiinternen Kritiker vorwerfen, sieht man freilich eher bei ihnen selbst. Jucken im Furor der Kanzlerschelte keinen die Folgen? Der ehemalige Kanzlerwahlverein beschädigt Merz mit einer Bedenkenlosigkeit, die man bisher nur vom Umgang der SPD mit ihren Kanzlern gekannt hatte."
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg hält fest:
"Personalwechsel werden gern als überlegte Rochaden apostrophiert. Bei Merz aber geht es zu wie am Roulettetisch."
In der AUGSBURGER ALLGEMEINEN ist zu lesen:
"Was als Befreiungsschlag eines schwer in die Defensive geratenen Kanzlers gedacht war, endete in einem christdemokratischen Waterloo: Der CDU ist ihr eigener Kanzler ein Rätsel."
"Merz‘ Personalentscheidungen und die Art und Weise der Vollstreckung haben die vermeintlich heile Welt der Union sichtlich erschüttert", heißt es in der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG:
"Landespolitiker warnen, die Stimmung an der Basis sei nahe an katastrophal. Einmal mehr wirkt die Merz-CDU wie eine Partei, die den Ernst der Lage zwar erkannt, aber nicht verinnerlicht hat."
Und der KÖLNER STADT-ANZEIGER wirft ein:
"Wieder einmal sind Bundeskanzler Merz zu viele handwerkliche Fehler unterlaufen. Erneut hat er unterschätzt, was es bedeutet, demokratische Prozesse unter dem Druck der öffentlichen Wahrnehmung zu organisieren. Es ist höchste Zeit, dass die Union ihre selbstzerstörerischen Sommerloch-Festspiele beendet."
Themenwechsel. Die LANDSHUTER ZEITUNG blickt auf den Stellenabbau bei BMW:
"Selbst BMW kann sich dem Abstieg der deutschen Autoindustrie nicht mehr entziehen. Der Konzern kürzt 8.000 Arbeitsplätze, die meisten davon in Deutschland. Die Ursachen sind mehrgestaltig. Managementfehler mischen sich mit weltpolitischen Verwerfungen, wirtschaftspolitischer Naivität und einem unattraktiven Heimatstandort."
Die NÜRNBERGER ZEITUNG hält fest:
"Die wirkliche Durchdringung, wenn schon nicht Beherrschung des Marktes kommt erst mit resilienten Ideen für Massen. Dass die hiesige Autoindustrie sich nach dem Krieg gegen die USA behaupten und sie sogar abhängen konnte, liegt nicht in erster Linie am Supersportwagen 300 SL, sondern auch und vor allem an Modellen wie Käfer, Golf oder Dreier-BMW."
