
Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN kommt zu folgendem Urteil:
"Man kann es nicht anders sagen: Das Geschehen in der spanischen Exklave Ceuta ist ein einziges Desaster – ein humanitäres, und ein politisches sowieso."
Die STUTTGARTER ZEITUNG sieht eine Ursache für die Fluchtbewegung in den sozialen Medien:
"Dort wird derzeit ein Urteil des Obersten Gerichtshofes Spaniens so interpretiert, dass jeder, der Ceuta schwimmend erreicht, auch in Europa bleiben darf. Ob das tatsächlich so ist, spielt auf Instagram, TikTok und Co. keine Rolle."
Die WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG aus Essen vermutet:
"Das Gerücht über eine angebliche Grenzöffnung hat genügt, um die Menschen zur Flucht vor Armut, Korruption und Perspektivlosigkeit zu bewegen. Es ist richtig, dass die spanische Regierung das Militär entsendet, um die Grenze in Ceuta zu sichern."
Die Zeitung ND DER TAG betont, die Regierung in Rabat habe...
"... immer wieder zeitweilig die Grenzen zur marokkanischen Enklave Ceuta geöffnet, um Madrid und Brüssel unter Druck zu setzen. Es hat immer wieder funktioniert. Brüssel und Madrid hätten die Möglichkeit, sich von dieser Erpressbarkeit zu befreien."
Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus wendet ein:
"Dass Marokko in der EU als sicherer Herkunftsstaat eingestuft ist und die allermeisten Flüchtlinge deshalb ohnehin zurückmüssen, hält sie nicht ab. Umso wichtiger ist es für Europa, Löcher in seinen Grenzen für jene zu stopfen, die keinerlei Berechtigung oder Aussicht haben, Asyl in Europa zu finden."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU vermutet:
"In einer ohnehin migrationsfeindlichen Stimmung dürften die Bilder in Europa wie ein Brandbeschleuniger wirken. Was es jetzt braucht, sind mutige Politikerinnen und Politiker: Es braucht mehr legale Migrationswege."
Thema in der RHEINISCHEN POST aus Düsseldorf ist die Kritik von drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten an Plänen der Bundesregierung für die Rentenreform:
"Das Argument, in Ostdeutschland sei die gesetzliche Rente oft das einzige Einkommen im Alter, ist nicht falsch. Heutige Rentner oder die, die kurz vor der Rente stehen, wird die Abschaffung der Rente mit 63 aber nicht betreffen, weil es eine mehrjährige Übergangsphase geben wird."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG findet:
"Die Ministerpräsidenten haben recht mit ihrer Kritik. Wer kein eigenes Vermögen, kein Eigenheim und keine Betriebsrente hat, ist der Sozialpolitik der Bundesregierung spätestens im Alter ausgeliefert. Im Osten trifft das auf besonders viele Menschen zu."
