
"Waldbrände im Hürtgenwald, im Harz, bei Plauen und in Süddeutschland sind ein Warnsignal. Deutschland muss sich besser auf solche Lagen vorbereiten. Dazu gehören klare Führungsstrukturen, schnelle Alarmierungswege und eine Ausstattung, die auch bei tagelangen Einsätzen trägt."
Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf vermerkt:
"Im Ernstfall klappt es meist schon ganz gut. Der verheerende Waldbrand im Kreis Düren zeigt, wie unterschiedliche Behörden zusammenarbeiten und Amtshilfe etwa durch die Bundeswehr rasch organisiert wird. Und doch fragt man sich, warum etwa bis heute noch keine ordentlichen, bundesweiten Lagebilder bestehen, auf die alle staatlichen Ebenen zugreifen können. Es herrscht immer noch an vielen Stellen ein Denken in starren Zuständigkeiten."
Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN kommentieren den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt:
"Statt die AfD zu entzaubern, entzaubern sich die Regierungsparteien derzeit eher wieder selbst. Wie soll man es sonst nennen, wenn sogar die eigenen Leute eine etwas holpernde Kabinettsumbildung zur Führungskrise hochstilisieren? Wenn drei CDU-Ministerpräsidenten plötzlich den Kernpunkt eines Reformpakets in Frage stellen? Oder wenn immer mehr Genossen die Abwahl von SPD-Vizekanzler Klingbeil und Arbeitsministerin Bas als Parteichefs fordern. Der AfD kann das alles nur recht sein. Sie muss nicht viel tun."
In Thüringen versucht die AfD - bislang ohne Erfolg - gemeinsam mit der Bundesspitze des BSW die Landesregierung zu stürzen. Das DARMSTÄDTER ECHO konstatiert:
"Mitschuld an der prekären Lage trägt die CDU in Thüringen. Sie tut so, als sei die bestätigte Aberkennung der Doktorwürde des Ministerpräsidenten eine Petitesse. Mario Voigt steht aber als schummelnder Landesvater vor seinen Wählern. Die Glaubwürdigkeit ist dahin. Will die Thüringer CDU die Brombeer-Koalition retten, muss sie einen neuen Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt präsentieren. Viel Zeit bleibt ihr nicht."
Zum Schluss nach Afghanistan. Dort haben vor fünf Jahren die Taliban die Macht übernommen. Die FRANKFURTER RUNDSCHAU zieht Bilanz:
"Frauen dürfen nicht mehr studieren und sind aus weiten Teilen des Arbeitslebens gedrängt worden. Das Gesundheitssystem kollabiert und Millionen Menschen hungern. Afghanistan ist Schauplatz einer der größten humanitären Krisen der Welt. Und was macht Deutschland? Die Bundesregierung verhandelt mit diesem Terrorregime, um Menschen abzuschieben. Zunächst waren es verurteilte Straftäter und sogenannte Gefährder. Inzwischen saß erstmals auch ein Mann in einem Abschiebeflug, der nicht straffällig geworden war."
