
Die TAZ schreibt:
"Trumps einseitiges Vorgehen weckt den Verdacht, dass es ihm gar nicht um Friedenssicherung geht. Vielmehr möchte er offenbar Südkoreas liberaler Regierung eins auswischen. Da Trump mit Südkoreas Präsident Lee Jae Myung über Kreuz liegt, bekommt das jetzige Zurückfahren des US-Engagements den Charaktereiner finanziellen Drohung."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE findet Trumps Vorgehen politisch naiv und militärisch riskant:
"Dass die Situation auf der koreanischen Halbinsel nicht eskaliert, liegt vor allem an dem seit Jahrzehnten gepflegten Szenario der Abschreckung, das auch solche Manöver unterstreichen. Nordkorea soll wissen, mit wem es sich im Zweifel anlegt."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU vermutet:
"Wahrscheinlich war Donald Trumps Online-Rüffel für die Traditionsmanöver seiner Truppen in Südkorea bloß wieder Augenwischerei. Für eine der unzähligen Sachen irgendwo auf der Welt, die dank seiner Präsidentschaft aus dem Ruder laufen."
Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag ist nicht der Aufforderung von Parteigründerin Sahra Wagenknecht gefolgt, der CDU-geführten Regierung in Erfurt die Unterstützung zu entziehen. Die THÜRINGER ALLGEMEINE aus Erfurt lobt:
"Der klare Beschluss der BSW-Fraktion, weiter in der Koalition zu verbleiben, ist ein deutliches Signal. Dass 13 der 15 Mitglieder ihr 'Ja' zur 'Brombeer'-Regierung erneuert haben, zeigt: Die Abgeordneten nehmen die Landesverfassung ernst."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG erinnert:
"Der BSW-Bundesverband und Wagenknecht waren schon damals gegen dieses Bündnis. Das BSW könnte der AfD und Björn Höcke zur Macht verhelfen. Die beiden Parteien könnten in Thüringen also veranstalten, was Wagenknecht auch für Sachsen-Anhalt im Auge hat: die Wahl eines 'unabhängigen' Ministerpräsidenten oder aber eines AfD-Kandidaten per Enthaltung.
Die SÜDWEST-PRESSE aus Ulm zieht eine Bilanz des deutschen Teams bei der Leichtathletik-EM in Birmingham:
"Sechsmal Gold, zehnmal Silber und fünfmal Bronze: Die deutsche Leichtathletik strahlt wieder. Das starke Abschneiden begeistert und macht Mut auf dem Weg Richtung Olympia 2028. Die Athletinnen und Athleten sorgten mit authentischen Auftritten und echten Emotionen für eine Stimmung, nach der sich Sport-Deutschland nach der Fußball-Blamage in diesem Sommer wirklich gesehnt hat."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG sieht es ähnlich:
"Die Resultate zeigen, dass die strukturellen Anpassungen in den Spitzenverbänden greifen und Trainingskonzepte zielgenau auf den Höhepunkt ausgerichtet wurden. Diese Europameisterschaften haben gezeigt, dass der deutsche Spitzensport nicht nur konkurrenzfähig ist, sondern wieder begeistern kann."
