21. August 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Redaktionen befassen sich unter anderem mit den deutschen Gasspeichern, die aktuell nur zu rund 50 Prozent gefüllt sind.

    Aufnahme aus dem Gasspeicher Haidach: Ein Rohr mit Aufschrift "Erdgas"
    Die aktuellen Füllstände der deutschen Gasspeicher sind Thema in den Kommentaren (Archivbild). (picture alliance / Sven Simon / Frank Hoermann)
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG betont:
    "Die Meldung, dass die Republik mit halb leeren Gasspeichern in einen geopolitisch schwierigen Winter geht, ängstigt die Leute nun mal. Da kann die Wirtschaftsministerin noch so viele Sachargumente aufzählen, warum das kein Anlass zum Umsteuern ist. Ähnlich naiv handelte ihr Vorgänger, der im Streit um sein Heizungsgesetz die Urängste nicht bedachte, die der Gedanke an ein kaltes Heim auslösen kann."
    Das FLENSBURGER TAGEBLATT bemerkt in seiner Online-Ausgabe:
    "Die Lücke zu schließen, wird von Tag zu Tag zeitlich enger. Müssen wir uns mit Blick auf den Winter also warm anziehen? Die Bundesnetzagentur betont zwar, die Versorgungssicherheit sei gewährleistet. Und das Wirtschaftsministerium lässt wissen, dass eine angespannte Marktlage mit hohen Preisen noch keine Versorgungskrise sei. Wirklich beruhigend ist das aber nicht."
    Die ALLGEMEINE ZEITUNG aus Mainz schreibt mit Blick auf die Bundeswirtschaftsministerin:
    "Viele Alternativen hat Reiche nicht. Verdonnert sie die Versorger, jetzt massiv Gas einzuspeichern, ohne auf die Kosten zu schauen, könnte das eine fatale Preisspirale in Gang setzen. Deshalb erscheint es verfrüht, nach dem Staat zu rufen."
    Themenwechsel. Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf blickt auf Zahlen zu freiwilligen Ausreisen von abgelehnten Asylsuchenden und Migranten:
    "So sind im ersten Halbjahr dieses Jahres knapp 18.000 Menschen freiwillig aus Deutschland ausgereist. Nur etwas mehr als die Hälfte von ihnen hat dabei staatliche Unterstützung in Anspruch genommen. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Abschiebungen gesunken. Das sind Tendenzen, die sich nur begrüßen lassen."
    Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG bewertet die aktuellen Entwicklungen in der Migrationspolitik so:
    "Die steigende Zahl der freiwilligen Ausreisen lässt den Schluss zu, dass Abschiebeflüge für Straftäter das Mittel der Wahl sein müssen, nicht aber zwingend für die große Gruppe der anderen, die kein Bleiberecht haben. Eine sinnvolle Migrationswende, die auf breite gesellschaftliche Akzeptanz trifft, müsste außerdem den Eindruck vermeiden, die falschen Prioritäten zu setzen."
    Die Zeitung ND DER TAG verweist auf ein Integrationsprojekt:
    "Die Idee des neuen Chancencenters in Frankfurt (Oder), Geflüchtete mit unklarer Bleibeperspektive nicht einfach zu verwahren, sondern sie etwas lernen zu lassen, was ihnen und Deutschland nützlich sein könnte, ist nicht verkehrt. Eine 98-prozentige Erfolgsquote bei der Vermittlung in Arbeit in der Pilotphase berechtigt zu großen Hoffnungen."