26. August 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Es geht unter anderem um die Klausurtagung des Bundeskabinetts, die heute zu Ende gegangen ist.

    Dobrindt, Bär, Krichbaum, Wadephul, Merz, Weimer, Hubertz, Waren-Alabali Radovan kommen zum Gruppenfoto zusammen.
    Die Ergebnisse der Klausurtagung der Bundesregierung sind eins der Themen in den Kommentaren von morgen. (Michael Kappeler / dpa / Michael Kappeler)
    Die FRANKFURTER RUNDSCHAU beobachtet:
    "Der Bundeskanzler hat nach der Tagung eine neue Devise ausgegeben. Jetzt wird endlich optimistisch in die Zukunft geblickt. Bis zum Ende des Jahres will man erste Ergebnisse der neuen Strategie vorweisen können. Das weckt dann schon wieder ungute Erinnerungen. Hat Merz nicht auch vor seiner Regierungsübernahme im vergangenen Jahr davon gesprochen, dass man schon im Sommer sehen werde, wie sich die Stimmung im Land verbessert? Dann wartete alles auf den Herbst der Reformen, die aber auch im Winter nicht kamen.“
    Die NORDSEE-ZEITUNG aus Bremerhaven hält es dagegen für richtig, dass...
    "die Bundesregierung und allen voran Kanzler Merz fordern, mit mehr Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Ja, es gibt viele Dinge, die nicht gut laufen. Doch es gibt vieles, das immer noch unter dem Strich gut funktioniert und für das ein Großteil der Menschen auf diesem Planeten sofort mit uns tauschen würde.“
    In der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG heißt es:
    "Wie tragfähig die im Sonnenschein vor der Schlosskulisse beschworene Verbundenheit wirklich ist, wird sich zeigen, wenn nach den Wahlen im Osten die politischen Herbststürme beginnen. Besonders die Wahlkämpfer im Osten spüren im Nacken den heißen Atem der AfD."
    Nach der Kabinettsklausur hat Bundeskanzler Merz Forderungen auch aus der eigenen Partei nach einer Beibehaltung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren zurückgewiesen.
    Die TAGESZEITUNG -TAZ aus Berlin hält das für gefährlich:
    "Bemerkenswert ist, wie kalt Merz die CDU-Ministerpräsidenten in Magdeburg, Dresden und Erfurt abkanzelt. In elf Tagen findet in Sachsen-Anhalt eine der wichtigsten Wahlen der letzten Zeit statt. Dort kämpft Sven Schulze verzweifelt gegen einen Wahlsieg der AfD – und das ist die Unterstützung des Kanzlers?"
    Die geplante Zuckersteuer soll nun doch keine Getränke mit Süßstoff betreffen. Das HANDELSBLATT findet das richtig:
    "Denn so hätte die Steuer ihren Zweck verfehlt und den Boden der Wissenschaft verlassen. Eine Steuer auf Getränke mit Süßstoff verhindert genau die Reaktion der Hersteller, die sie in Großbritannien auslöste. Dort reduzierten Firmen den Zuckergehalt, um unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte zu bleiben – teilweise, indem sie Süßstoff hinzugaben.“
    Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG hält mit Blick auf das durchgestochene Arbeitspapier zur Zuckersteuer fest:
    "Nach dem Papier wäre die Steuer nicht mehr zweckgebunden, würde ganz normal als Einnahme in den Bundeshaushalt fließen und könnte für alles Mögliche ausgegeben werden. Fatal ist dabei vor allem die politische Kommunikation, selbst wenn man die hanebüchene Idee mit den Süßstoffen ignoriert. Ohne Zweckbindung ist es einfach nur eine Steuererhöhung."