
Die TAZ erklärt:
"Meta verpflichtet sich in den USA zu Verbesserungen in Sachen Jugendschutz auf Instagram und Facebook. Dazu sollen unter anderem eine Obergrenze für die tägliche Nutzungsdauer gehören und eine Deaktivierung von Push-Nachrichten während der Schulzeit. Das alles sind richtige Ansätze, die aber noch viel umfangreicher sein sollten. Denn es gibt zahlreiche weitere Tricks, die Nutzende länger auf Plattformen halten – und deren Abschaltung sicher auch vielen Erwachsenen guttun würde."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER fragt:
"Reicht es wirklich, die Schäden von sozialen Netzwerken zu begrenzen, indem man für junge User Nutzungslimits, eine Nachtsperre und einen Schulmodus in die Apps programmiert? Das scheint zumindest das Kalkül von Mark Zuckerbergs Social-Media-Riesen zu sein. Doch es ist unwahrscheinlich, dass sich so die Anti-Stimmung in der Gesellschaft beruhigt. Immer mehr Menschen spüren instinktiv, wie sehr ihnen viele Online-Technologien schaden."
Auch die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG beobachtet:
"Die Stimmung gegen die Technologiekonzerne in den USA kippt. Der Missmut in der Bevölkerung ist übrigens parteiübergreifend, weshalb die Tatenlosigkeit der Politik schwer zu erklären ist - außer durch eine sehr, sehr starke Lobby."
Die STUTTGARTER ZEITUNG sieht zwar keine direkten juristischen Folgen für Europa, aber...
"Der Vergleich gibt politischen Rückenwind beim Thema Jugendschutz im Internet. Das gilt für all die nationalen Regierungen, die sich daran machen, in diesem Bereich etwas zu unternehmen, und das gilt für die EU-Kommission, die genau zu jenen Vorwürfen ermittelt, die in den USA erhoben wurden."
Um die EU geht es auch in einem Kommentar der MÄRKISCHEN ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) - diese blickt aber auf die Haushaltsdiskussion:
"Zwei Billionen Euro - das ist eine Zwei mit zwölf Nullen - möchte Brüssel in den Jahren zwischen 2028 und 2034 in der EU verteilen - finanziert aus dem Steuergeld der Mitgliedstaaten. Die Bundesregierung fordert gemeinsam mit mehreren anderen Nettozahlern von Brüssel, Prioritäten zu setzen: Sicherheit und Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit, Migration und Souveränität, lautet ihr Rezept. Was dabei nicht auftaucht, ist allerdings ein Pfeiler, der für einige andere große Länder der zentrale ist: Geld für die Landwirtschaft."
Die WESTDEUTSCHE ZEITUNG aus Wuppertal meint:
"Die EU tut sich leicht damit, das Geld der Mitgliedsstaaten in den Rachen von zu viel Bürokratie zu schmeißen. Die Kritik von Kanzler Merz daran ist deswegen eine schlichte Notwendigkeit. Auch, weil Deutschland die horrenden Steigerungen als stärkstes Geberland im Gros tragen müsste und Sparbemühungen im nationalen Haushalt so ad absurdum geführt würden."
