28. August 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Kommentare befassen sich unter anderem mit dem Thüringer Landtag. Dort ist AfD-Fraktionschef Höcke zum zweiten Mal in diesem Jahr mit dem Versuch gescheitert, CDU-Ministerpräsident Voigt mit einem Misstrauensvotum zu stürzen.

    Voigt steht an dem Rede-Pult in dem Landtag und spricht. Er macht mit beiden Händen eine Geste.
    Thüringens Ministerpräsident Voigt (CDU) bleibt nach dem gescheiterten Misstrauensvotum im Amt. (picture alliance / dpa / Bodo Schackow)
    Der KÖLNER STADT-ANZEIGER fragt:
    "Ist mit dem fehlgeschlagenen Mätzchen in Erfurt jetzt alles gut? Mitnichten! Voigt ist seit einiger Zeit beschädigt – sowohl wegen der Aberkennung seines Doktortitels als auch durch den nicht gekennzeichneten Einsatz Künstlicher Intelligenz."
    Die THÜRINGER ALLGEMEINE aus Erfurt konstatiert mit Blick auf die Abstimmung im Landtag:
    "Es gab diesmal zwei Enthaltungen mehr und zwei ungültige Stimmen. Deshalb sollte sich die Koalition nicht in Sicherheit wiegen. Denn bis 2029 sind weitere AfD-Manöver zu erwarten."
    Das STRAUBINGER TAGBLATT vermutet:
    "Die zusätzliche Stimme gegen Mario Voigt, die nicht aus der AfD kam, dürfte für Björn Höcke jedoch Ansporn sein. Sie macht aus der Niederlage keinen Erfolg. Doch sie liefert ihm Munition."
    Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz sieht hinter dem Vorstoß des AfD-Fraktionvorsitzenden Höcke vor allem strategische Motive:
    "Sein Ziel: Die Demokratie mit ihren eigenen Mitteln verächtlich machen, Voigt vorführen – und vor allem: das BSW im Thüringer Landtag weiter spalten. Dass Voigt für den Umgang mit seinem Doktortitel in der Kritik steht, ist davon unbenommen."
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG ist überzeugt:
    "Der AfD ging es darum, kurz vor der Wahl im Nachbarland Sachsen-Anhalt noch einmal Wirbel zu veranstalten. Und Druck auf das in Erfurt gegen den Willen der Bundespartei mitregierende BSW auszuüben. Thüringens AfD-Anführer Höcke ist nun zum zweiten Mal gescheitert."
    Das Portal T-ONLINE geht ein auf die zweitägige Klausurtagung der Fraktionsspitzen von Union und SPD in Münster:
    "Die Vorarbeit ist geleistet. Jetzt müssen aus den Vorschlägen Gesetze werden. Und das bald, bis Ende des Jahres, so die selbst gesetzte Deadline sowohl von Kanzler als auch von den Fraktionschefs. Kann das gelingen? Es muss. Und doch drängen sich, aller guten Laune zum Trotz, Zweifel auf."
    Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf hebt hervor:
    "Wo Veränderungen nötig sind, wollen sich die Fraktionen selbstbewusst einbringen und Fehlentwicklungen korrigieren – ohne die Reformen grundsätzlich infrage zu stellen. Das gilt gerade für die Rente. Der eingeschlagene Kurs ist deshalb richtig: parlamentarischer Pragmatismus statt parteipolitischer Selbstblockade."