04. September 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Zunächst mit Kommentaren zu der Einigung auf ein Sparpaket bei Volkswagen.

    Einsatzkräfte einer Polizeihundertschaft laufen im Gebiet um das Umspannwerk Turnow-Preilack und das Kraftwerk Jänschwalde an einem Strommast vorbei.
    Nach der Sabotage am Stromnetz in Südbrandenburg führte die Polizei eine großräumige Durchsuchung durch. (picture alliance / dpa / Frank Hammerschmidt)
    Die AUGSBURGER ALLGEMEINE meint:
    "Angesichts des verschärften Wettbewerbs mit China, der Zollpolitik des US-Präsidenten und der eigenen Überkapazitäten konnte es bei VW nicht so weitergehen wie bisher. Dass die IG Metall und das Land Niedersachen dem Stellenabbau zugestimmt haben, zeigt, wie ernst die Lage ist."
    Die Zeitung ND.DER TAG merkt an:
    "Der Betriebsrat erklärt, dass die Lasten 'nicht einseitig' von den Arbeiterinnen und Arbeitern zu tragen seien. Aber wenn der Profit auf über 30 Milliarden Euro pro Jahr steigen soll, dann ist die Lastenverteilung in dem Beschluss schon sehr einseitig festgelegt. Das ist das zweite Mal nach dem Tarifabschluss vom Dezember 2024 mit Lohnsenkung und Arbeitszeitverlängerung: ein kräftiger Aderlass seitens der Arbeiterinnen und Arbeiter."
    In der HANNOVERSCHEN ALLGEMEINEN heißt es:
    "Natürlich sind die Einschnitte bitter. Aber wer sie für vermeidbar hält, ignoriert die Realität. Europa produziert mehr Autos als nötig – und das keineswegs erst seit Corona. Statt sich in weiteren Dramen an jedes Autowerk zu klammern, wäre es besser, Alternativen voranzubringen."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG rät:
    "Konzernchef Blume muss vor allem zeigen, dass VW wieder Autos in einer Qualität bauen kann, die sich von den neuen Wettbewerbern aus Fernost abhebt. Die VWs müssen nicht unbedingt billiger sein, aber es muss wieder klar werden, dass ein VW für mehr Geld auch mehr bietet. Das gilt übrigens nicht nur für den Autokauf, sondern auch für die Betreuung der Kundinnen und Kunden nach dem Kauf. Dort haben chinesische Hersteller noch Schwächen. Es wäre klug, diese auszunutzen."
    Nach den Sabotageversuchen an der Stromversorgung unter anderem in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wird über den Schutz der kritischen Infrastruktur diskutiert.
    Die NÜRNBERGER ZEITUNG kommentiert:
    "Nicht jeder Leitungsmeter, nicht jeder Strommast kann geschützt werden, aber wenigstens bei den Knotenpunkten sollte das der Fall sein. Es werden erhebliche bauliche Veränderungen nötig sein, zudem der Einbau von Sensoren und Kameraüberwachung. Die kritische Infrastruktur muss auch als Ganzes in den Blick genommen werden, denn vieles hängt miteinander zusammen - Telekommunikation, Rechenzentren, Wasserwerke und Flughäfen etwa."
    Die SÜDWEST PRESSE meint:
    "Das Ganze ist auch eine Frage der Wahrnehmung. Denn während ganz Deutschland gerade auf Umspannwerke starrt, gehen die verdächtigen Drohnenüberflüge, die uns vor Monaten noch in Atem hielten, munter weiter. Was dagegen hilft: den Schutz als auch die Strafen hochzufahren. Und zweitens gilt, sich nicht verrückt machen zu lassen. Auch das ist Abwehr."