08. September 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Zum schlechten Abschneiden Deutschlands in der neuen Pisa-Studie schreibt die FRANKFURTER RUNDSCHAU:

    Schüler und Schülerinnen in einem Klassen-Raum
    Die Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben bei der jüngsten Pisa-Bildungsstudie schlecht abgeschnitten. (picture alliance / imageBROKER / Unai Huizi)
    "Ginge Deutschland in die Schule, wäre es versetzungsgefährdet"
    Die Ergebnisse "treiben einem die Sorgenfalten ins Gesicht", meint der REUTLINGER GENERALANZEIGER:
    "In kaum einem anderen OECD-Staat geht die Bildungsschere so stark auseinander. Die Trennlinie in Deutschland in Sachen Schulerfolg verläuft zwischen Jugendlichen aus sozial privilegierten und sozial benachteiligten Familien."
    Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf weist darauf hin, was nun zu tun sei:
    "Die Rezepte sind bekannt: Schon früh in Kita und Grundschule mit der (Sprach-)Förderung beginnen, Schulen mit besonderen Problemen gezielt unterstützen, bei der Qualität des Unterrichts auf Daten setzen anstatt auf Bauchgefühl – und nicht zuletzt: Einwanderung als Chance begreifen anstatt als Problem."
    "Die Jugendlichen in Deutschland können immer weniger gut lesen", stellt die TAZ fest:
    "Sie haben schlicht keinen Bock mehr, sich durch lange Texte zu quälen, wobei 'lang' in etwa meinen könnte: alles, was länger ist als ein Social-Media-Feed. Denn Tiktok und Co ruinieren die Anstrengungsbereitschaft, sich auf komplexere Informationen einzulassen."
    Laut der STUTTGARTER ZEITUNG passt das Ergebnis der Pisa-Studie
    "wie die Faust aufs Auge zum katastrophalen Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Damit ist nicht in erster Linie gemeint, dass Dummheit  in den Faschismus führt. Das auch. Das eigentliche Problem liegt jedoch darin, dass Legitimationsverluste der Demokratie eintreten, wenn deren Funktionalität eingeschränkt ist."
    Nach dem Wahlsieg der AfD warnt die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg davor, die geplanten Reformen aufzugeben:
    "Union und SPD wirken ratlos, wie sie der rechten Partei etwas entgegensetzen können. Doch sich von vereinbarten und zum Teil überfälligen Reformen zu verabschieden, ist nicht die Antwort. Sie aus Panik und Hilflosigkeit infrage zu stellen, macht Regieren unmöglich."
    Der MÜNCHNER MERKUR hält die Brandmauer für "abgewählt":
    "Der Kurs eines strikten Kontaktverbots zur AfD ist gescheitert. Nur was folgt daraus? Will die AfD regieren, muss sie in der Demokratie genau jene Kompromisse schließen, die ihr übermütiger Sieger Ulrich Siegmund so gern verächtlich macht."
    Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg sorgt sich um das Bild im Ausland:
    "Es gibt in Sachsen-Anhalt durchaus Erfolgsgeschichten. Eine davon ist das Geflecht der Beziehungen quer durch Europa. Über Nacht steht das mit einer AfD vor der Machtübernahme in Frage. Plötzlich droht aus dem reizvollen mitteldeutschen Landstrich das hässliche Entlein unter den deutschen Bundesländern zu werden. Das kann auch wirtschaftlich zu einer schweren Hypothek werden."