
Dazu schreibt die VOLKSSTIMME aus Magdeburg:
"Einer für alle - alle für einen. In einem Akt selbstloser Aufopferung haben sie einen festen Schutzwall um ihren Bundeskanzler herum errichtet. In der Stunde höchster Not soll dieser Vertrauensbeweis für Friedrich Merz alle Unkenrufe über einen Kanzlersturz verstummen lassen."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG formuliert es anders:
"Das Statement der CDU-Ministerpräsidenten ist auch ein Beleg, für wie groß sie die Not halten, in der sich der Kanzler und seine Regierung befinden."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE empfiehlt:
"Merz sollte jetzt den Spieß umdrehen und die Länderchefs ihrerseits auf die Reformen einschwören, die seine Regierung angestoßen hat: Gesundheit, Rente, Pflege, Steuern. Deutschland braucht diese Reformen, auch, um das zaghafte Wirtschaftswachstum zu stützen. Was das Schreiben indes nicht ist, ist auch klar: Ein Versprechen, mit diesem Kanzler noch einmal in eine Bundestagswahl zu ziehen."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER wirft ein Schlaglicht auf die nächsten Landtagswahlen:
"Kämen weitere CDU-Niederlagen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am Sonntag hinzu, könnte sich der Kanzler gezwungen sehen, die Vertrauensfrage zu stellen. Er könnte auch einfach gestürzt werden. Ein Austausch des Kanzlers würde der CDU kurzfristig Luft verschaffen. Mehr nicht. Denn die entscheidende Frage ist nicht in erster Linie, wer den Platz einnehmen sollte und ob der Neue es besser könnte. Sondern was sich dadurch verändern würde."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU befasst sich mit der Rede zur Lage der Europäischen Union.
"Kommissionspräsidentin von der Leyen hat alle enttäuscht, die eine wegweisende Rede erwartet haben. Eine, die nicht nur die Herausforderungen der Europäischen Union beschreibt, sondern aufzeigt, wie sie zu bewältigen sind. Eine, die mitreißt in schwierigen Zeiten. Stattdessen gab es die erwartbaren Botschaften."
Auch die NÜRNBERGER ZEITUNG hatte mehr erwartet:
"Man bekam den Eindruck, als würde die Kommissionspräsidentin ein Pflichtprogramm abspulen und sich von einer Ankündigung zur nächsten hangeln."
Kanada soll nach dem Willen von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen das erste "assoziierte Mitglied" der Europäischen Union werden. Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN finden:
"So unattraktiv kann die EU nicht sein, wenn schon die Kanadier über den großen Teich schielen. Zwar streben sie keine Mitgliedschaft an, aber eine enge Kooperation angesichts des mäandernden US-Präsidenten wird ins Auge gefasst."
