Sicherheitsgipfel
Bodycams für Mitarbeiter und mehr Personal in Zügen

Bund, ​Länder und Deutsche Bahn wollen für mehr Sicherheit in Zügen sorgen. Dafür sollen alle Mitarbeiter im Kundenkontakt ‌noch in diesem Jahr Kameras - sogenannte Bodycams - ⁠erhalten, wie Bahnchefin Palla nach einem Treffen in Berlin sagte. Zudem werden nach ihren Angaben 200 zusätzliche Beschäftigte im Sicherheitsbereich eingestellt.

    Zu sehen ist eine Körperkamera auf der Sicherheitsweste eines Mitarbeiters von DB Sicherheit. Künftig können Zugbegleiter ebensolche Kameras tragen.
    Bei den Mitarbeitern der DB soll es mehr Bodycams geben (Archivbild). (Henning Kaiser / dpa / Henning Kaiser)
    Bei DB Regio entfällt bei der Ticketkontrolle ab dem 1. März die Pflicht zur Ausweiskontrolle. Die Erfahrung zeige, dass es hier ein hohes Eskalationspotenzial gebe, sagte Palla. Ob der Personalausweis vorgezeigt werden müsse, liege künftig im Ermessen des Zugpersonals.

    EVG fordert Sonderkonferenz

    Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft äußerte sich enttäuscht zu den Ergebnissen des Treffens. EVG-Chef Burkert sagte, zwar seien Kernforderungen der Gewerkschaft aufgegriffen worden, etwa die Ausstattung von Zugbegleitern mit Bodycams. Eine Doppelbesetzung bei der Fahrkartenkontrolle, damit die Schaffner nicht allein im Zug unterwegs sein müssen, sei aber wegen unklarer Finanzierung nicht beschlossen worden. Burkert verlangte eine Sonderkonferenz der Ministerpräsidenten, an der auch Bundeskanzler Merz teilnimmt.
    Anfang des Monats war ein Zugbegleiter in einem Regionalexpress in Rheinland-Pfalz von einem Schwarzfahrer bei einer Fahrkartenkontrolle angegriffen worden. Er wurde dabei so schwer verletzt, dass er später starb.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    ”Sicherheitsgipfel” bei der Deutschen Bahn nach Tod eines Zugbegleiters (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.