Montag, 15. August 2022

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Bödenversiegelung
Folgenreicher Flächenfraß

66 Hektar werden in Deutschland jeden Tag für Verkehr- und Siedlungsbau frei gegeben. Eine Fläche, die etwa 94 Fußballfeldern entspricht. Zuviel finden die Grünen, die den Flächenverbrauch deutlich reduzieren wollen. Doch angesichts von Wohnungsnot etwa in den Ballungsgebieten wird weiterhin Platz dringend gebraucht. Was also tun?

Moderation: Michael Roehl | 17.01.2018

    In Sichtweite der Plattenbausiedlung in Erfurt-Nord ist in den letzten Jahren eine Siedlung mit Einfamilienhäusern entstanden.
    Die Versiegelung von Böden durch Verkehr- und Siedlungsbau führt zu vielen Problemen - so verlieren beispielsweise Tiere und Pflanzen ihre Lebensräume (picture-alliance / Martin Schutt)
    Es ist eine alarmierende Zahl: 66 Hektar, so groß ist die Fläche, die in Deutschland jeden Tag für Verkehr- und Siedlungsbau frei gegeben wird. Eine Fläche, die etwa 94 Fußballfeldern entspricht.
    Es reicht, sagen die Grünen in Bayern. Mit einem Volksbegehren wollen sie gegen die Betonflut vorgehen. Und die Zahl der Unterschriften, die sie brauchen um das Begehren auf den Weg zu bringen, hatten sie schnell zusammen.
    Auch auf Bundesebene ist das Ziel gesetzt: Der Flächenverbrauch soll deutlich reduziert werden. Doch nicht zuletzt auf kommunaler Ebene gibt es auch andere Stimmen: Wohnungsnot, fehlende Parkplätze und zu wenig Gewerberaum, gerade in den Ballungsgebieten ist die Nachfrage nach Fläche größer als das Angebot. Welche Maßnahmen sind also vorstell- und umsetzbar?
    Mit dabei sind:
    • Gertrude Penn-Bressel, Fachgebietsleiterin Nachhaltige Raumentwicklung, Umweltprüfungen im Umweltbundesamt,
    • Ludwig Hartmann, MdL, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bayrischen Landtag,
    • Erwin Huber, MdL, CSU, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie des bayrischen Landtags,
    • Stefan Raetz, Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Rheinbach, Mitglied des Präsidiums des Städte- und Gemeindebundes NRW.
    Sie können mitdiskutieren. Rufen Sie während der Sendung unter der kostenfreie Telefonnummer: 00800 4464 4464 an, oder senden Sie eine E-Mail an: laenderzeit@deutschlandfunk.de.