Erstes Abkommen seit 20 Jahren
Bolivien und die USA wollen im Kampf gegen Drogenbanden zusammenarbeiten

Bolivien und die USA wollen erstmals seit 20 Jahren wieder bei der Bekämpfung des Drogenhandels zusammenarbeiten.

    Das Foto, das die bolivianische Regierung veröffentlicht hat, zeigt Kokainpakete, die nach einer Großrazzia in Beschlag genommen wurden.
    In Beschlag genommene Kokainpakete nach einer Razzia in Bolivien (Aufnahme aus dem Jahr 2024) (AFP / HANDOUT)
    Wie die US-Botschaft in La Paz mitteilte, sieht ein Abkommen unter anderem
    die Ausbildung bolivianischer Sicherheitskräfte durch die USA vor. Zudem habe Washington dem Land Hilfen von 20 Millionen Dollar zugesagt.
    Der frühere linksgerichtete bolivianische Präsident Morales hatte 2008 die Beziehungen zu den USA abgebrochen und alle Beamte der Anti-Drogen-Behörde DEA des Landes verwiesen. Der amtierende konservative Präsident Paz kündigte nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr eine Wiederannäherung an die USA an.
    Der UNO zufolge ist Bolivien der drittgrößte Kokainproduzent weltweit - nach Kolumbien und Peru.  
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.