
In der Abschlusserklärung solle nun stattdessen von einer "immer engeren Anbindung" Kanadas an die Europäische Union gesprochen werden.
Die Deutsche Presse-Agentur berichtet unter Berufung auf Diplomaten in Brüssel, dass Bundeskanzler Merz und mehrere andere Staats- und Regierungschefs der EU die Änderung durchsetzten. Auch ursprünglich vorgesehene weitreichende Zusagen zur Finanzmarktintegration und gegenseitigen Vorzugsbehandlung bei Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherheit wurden demnach abgeschwächt.
Die Idee einer ”assoziierten” Mitgliedschaft Kanadas stammt von Kommissionspräsidentin von der Leyen. Der kanadische Premierminister Carney zeigte sich offen für die Idee. Allerdings ist ein solcher Status in den EU-Verträgen nicht vorgesehen.
Mehr Zusammenarbeit bei KI
Auf dem zweitägigen Gipfel wollen beide Seiten in Montreal die Grundlage für eine vertiefte Partnerschaft schaffen. Die EU-Delegation wird von von der Leyen und Ratspräsident Costa angeführt. Bei dem Treffen mit dem kanadischen Premierminister Carney soll die Zusammenarbeit etwa in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Bildung und wichtige Rohstoffe ausgebaut werden.
Handelspolitiker Lange erwartet umfassende Vereinbarungen
Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Lange, rechnet bei dem Treffen mit umfassenden Vereinbarungen.
Lange sagte im Deutschlandfunk
, es gehe etwa um Digitalisierung und den Schutz persönlicher Daten. Weitere Bereiche seien Rohstoffe und Militärtechnik.
Der SPD-Politiker kritisierte zugleich, dass neun EU-Mitgliedsstaaten - darunter Frankreich und Italien - das Handelsabkommen mit Kanada noch nicht ratifiziert hätten. Der Vertrag wird aber seit 2017 vorläufig angewendet.
Diese Nachricht wurde am 29.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






