Institut für Allgemeine Botanik und Botanischer Garten
Der DAAD ist die wichtigste Anlaufstelle für auländische Studenten, die in Deutschland studieren wollen.
Zu einem Tag der Offenen Tür hatten am 12. Juli das Institut für Allgemeine Botanik und der Botanische Garten der Universität Hamburg eingeladen. Die Hamburger Botanik-Doktoranden nutzen den Anlass, um mit einer Feier die Internationalität ihres Instituts zu zeigen. Am Buffet gab es Speisen und Getränke aus den unterschiedlichen Herkunftsländern der Studierenden. Ana Stival aus Brasilien etwa spendierte Mate-Tee, wie er in Südamerika oft getrunken wird. Die Biologin ist mit einem DAAD-Stipendium nach Hamburg gekommen und promoviert zurzeit im Bereich Bio- und Gentechnologie. Die angewandte Molekularbiologie ist ein Aushängeschild des Botanischen Instituts. Hier wird viel mit Getreidepflanzen experimentiert, um sie restistent gegen Pilze oder Viren zu machen. Dieser Forschungsschwerpunkt war für Maram Girgi aus Syrien der Grund, nach Deutschland zu kommen: "Molekularbiologie ist im Moment das Fach der Zukunft, aber leider hat das Fach in meiner Heimat nicht so viele Chancen." Alle ausländischen Doktoranden können sich die Promotion nur über ein Stipendium oder andere Drittmittel finanzieren. Die meisten hatten keine Probleme mit der Anerkennung ihres Studienabschlusses. Stolpersteine lagen anderswo, berichtet Amine Abbadi aus Marokko: "So viel Bürokratie auf Ämterebene habe ich noch nie gesehen." Einige der 20 Doktoranden werden auch nach ihrem Abschluss in Deutschland bleiben, manche haben hier geheiratet. Andere wollen aber in ihre Heimatländer zurück, wo ein in Deutschland erworbener Doktortitel hohes Ansehen genießt.