Fischsterben wegen Goldalgen-Blüte
Brandenburgs Landesumweltamt sieht derzeit keine Gefahr für die Oder

Nach dem Fund zahlreicher toter Fische in einem Nebengewässer der Oder hat das Landesamt für Umwelt Brandenburg vorerst Entwarnung gegeben.

    ARCHIV - 12.06.2023, Polen, Kandrzin-Cosel: Feuerwehrleute pumpen im Sommer 2023 Sauerstoff in den Gleiwitzer Kanal, um das Algenwachstum zu verhindern. In den vergangenen Tagen wurden in einem Stausee neben dem aus dem Kanal, der zur Oder führt, erneut viele tote Fische gefunden. (zu dpa: «Tonnenweise tote Fische aus Stausee in Polen geborgen») Foto: Krzysztof Swiderski/pap/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
    2023 war es im Gleiwitzer Kanal in Polen zu einem massiven Fischsterben gekommen (Archivbild). (Krzysztof Swiderski / pap / dpa / Krzysztof Swiderski)
    Die auf polnischer Seite aufgetretene Goldalge habe die Oder bisher nicht erreicht, teilte die Behörde mit. Das zeigten Wasserproben. In den vergangenen Tagen waren mehr als vier Tonnen tote Fische aus dem Gleiwitzer Kanal im Südwesten Polens geborgen worden. Der Betrieb an zwei Schleusen wurde ausgesetzt, um die Ausbreitung der Goldalge auf weitere Abschnitte zu verhindern.
    Im Sommer 2022 waren in dem deutsch-polnischen Grenzfluss tonnenweise Fische verendet. Als Ursache gelten neben dem Gift der Goldalge auch ein hoher Salzgehalt sowie die damals hohen Wassertemperaturen. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern hat sich der Fischbestand in der Oder seitdem vergleichsweise gut erholt. Dies gelte aber nicht für die zur Wasserreinigung wichtigen Muscheln.
    Diese Nachricht wurde am 25.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.