
Grund ist der Auftritt des argentinischen Staatschefs Milei bei der Nominierung des brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro. Wie die Regierung in Brasilia mitteilte, wurde zudem der argentinische Botschafter einbestellt. Der diplomatische Eklat gilt als der schwerwiegendste zwischen beiden Nachbarländern seit Jahrzehnten. Milei hatte Brasiliens linksgerichteten Amtsinhaber Lula da Silva als "Dieb" bezeichnet und dazu aufgerufen, dem - Zitat - "sozialistischen Abschaum" in Lateinamerika den Rücken zu kehren. Brasiliens Richter beschimpft Milei als "glatzköpfigen Müll".
Lula will sich im Oktober erneut zur Wahl stellen. Flávio Bolsonaro tritt für die rechtsgerichtete Liberale Partei an. Er ist der Sohn des Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Dieser wurde wegen eines versuchten Staatsstreichs zu 27 Jahren Haft verurteilt und verbüßt seine Strafe aus gesundheitlichen Gründen unter Hausarrest.
Diese Nachricht wurde am 27.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
