Urheberrecht
Britische Kinos erwägen Verbot von Smart Glasses

Kinos in Großbritannien denken über ein Verbot von Smart Glasses nach. Ihre Befürchtung: Die Brillen mit integrierter Kamera könnten für Raubkopien missbraucht werden. Auf der anderen Seite stehen Vorteile für Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen.

    Smarte Datenbrillen der Firmen Oakley Meta und Ray-Ban Meta liegen in einem Brillenfachgeschäft auf einem Tisch.
    Die Meta-Brille: In Großbritannien bereits an mehreren Orten verboten (picture alliance / dpa / Christoph Schmidt)
    Denn die Brillen können etwa Untertitel anzeigen oder Live-Übersetzungen anbieten. Der Branchenverband UK Cinema Association erklärte, man werde mögliche Vor- und Nachteile abwägen. Im vergangenen Jahr habe man 121 Fälle illegaler Videoaufnahmen in Kinos registriert.
    Im Zentrum der Debatte steht die smarte Brille des Konzerns Meta, die zusammen mit den Marken Ray-Ban und Oakley entwickelt wurde. In zahlreichen Restaurants, Theatern, Kneipen und Gerichtssälen in Großbritannien sind die Brillen bereits verboten. Auch in Deutschland wird angesichts von Missbrauchs-Fällen über Maßnahmen im Umgang mit der Meta-Brille gesprochen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Fuchs hält ein Verbot für möglich.

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    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.