Epstein-Files
Britische Polizei eröffnet Ermittlungsverfahren gegen früheren EU-Handelskommissar Mandelson

Die britische Polizei hat gegen den früheren EU-Handelskommissar Mandelson wegen seiner Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Epstein ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Geprüft werden sollen Vorwürfe, wonach Mandelson sensible Regierungsinformationen weitergegeben haben soll.

    Porträtaufnahme von Peter Mandelson. Er trägt ein weißes Hemd und Krawatte.
    Der frühere EU-Handelskommissar Peter Mandelson (picture alliance/empics/Jonathan Brady)
    So berichten britische Medien, der frühere Labour-Politiker und Berater des damaligen Premiers Blair könnte Epstein vorab über Pläne zur Eurorettung in der Finanzkrise 2010 informiert haben. Auch die EU hat interne Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund der Beschuldigungen gab Mandelson bereits seinen Sitz im Oberhaus des britischen Parlaments ab.
    Die jüngsten Akten-Veröffentlichungen im Fall Epstein führen auch zu weiteren personellen Konsequenzen. So wurde die norwegische Spitzendiplomatin Juul suspendiert, wie das Außenministerium in Oslo bekanntgab. Laut Medienberichten sind die beiden Kinder Juuls in Epsteins Testament als Erben von insgesamt zehn Millionen Dollar eingesetzt.
    In den USA erklärten sich Ex-Präsident Clinton und seine Frau Hillary, die frühere Außenministerin, zu einer Aussage vor dem Kongress bereit. Man freue sich darauf, einen Präzedenzfall zu schaffen, der dann für alle gelte, erklärte der ehemalige Präsident, der - ebenso wie der amtierende Amtsinhaber Trump - vielfach in den Epstein-Dokumenten erwähnt wird. Das US-Justizministerium hatte die neuen Akten am Freitag freigegeben.
    Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.