Nach Fernsehinterview
Britische Regierung kritisiert Trump-Aussage über angebliche Zurückhaltung von NATO-Truppen während Afghanistan-Einsatz

Die britische Regierung hat mit Empörung auf eine Aussage von US-Präsident Trump über eine angebliche Zurückhaltung von NATO-Truppen in Afghanistan reagiert.

    Ein Bild aus dem Jahr 2017 zeigt britische und US-amerikanische Soldaten in Afghanistan. Sie stehen bewaffnet auf einem Feld, im Hintergrund fliegt ein Helikopter.
    Während des NATO-Einsatzes in Afghanistan wurden 457 britische Soldaten getötet - doch US-Präsident Trump spricht von "Zurückhaltung". (imago images / ZUMA Press / Nelvin C. Cepeda via www.imago-images.de)
    Premierminister Starmer sagte, 457 britische Soldaten sowie Militärangehörige anderer Staaten hätten bei dem Einsatz ab dem Jahr 2003 ihr Leben verloren. Die Worte Trumps empfinde er als "beleidigend und erschreckend". In einer weiteren Mitteilung der Regierung in London hieß es, Trumps Aussagen ergäben keinen Sinn. Schließlich sei der Bündnisfall nach Artikel 5 der NATO nur einmal ausgerufen worden, nämlich um den USA nach dem 11. September 2001 zu Hilfe zu kommen.
    Trump hatte in einem Interview behauptet, NATO-Truppen hätten sich während des Einsatzes in Afghanistan von der Front ferngehalten. Er wiederholte zudem seine Erwartung, dass die NATO den USA nicht zu Hilfe kommen würde.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.