
Bei dem Cyberangriff seien Milliarden Störanfragen pro Minute auf die Auskunfts- und Buchungssysteme der Bahn eingegangen, sagte BSI-Chefin Plattner dem WDR. Dies sei keine alltägliche Dimension, sondern eine "unglaublich breitbandige Attacke".
Die Bahn hatte am Dienstagnachmittag erstmals über die erheblichen Störungen auf ihrem Internetportal "bahn.de" und der App "DB-Navigator" berichtet. Inzwischen teilte das Unternehmen mit, die Systeme stünden wieder zur Verfügung. Zu den möglichen Urhebern machte der Konzern keine Angaben. Kundendaten seien nicht geklaut worden.
Bei der Attacke handelte es sich um einen sogenannten DDoS-Angriff. Dabei schicken tausende gekaperte Computer oder Geräte gleichzeitig so viele Anfragen an eine Website oder eine App, dass die Systeme überlastet werden. Ziel solcher Angriffe ist es, Unternehmen oder Behörden zu sabotieren oder zu erpressen.
Webseite und "DB Navigator" betroffen
Betroffen waren das Portal bahn.de sowie die App DB Navigator. Darüber können Kunden üblicherweise Fahrplanauskünfte sowie Tickets erhalten. Für die Nutzer sah es so aus, als sei die Seite offline. Ein Bahnsprecher teilte mit, die Abwehrmaßnahmen hätten gegriffen und die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich gehalten.
Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
