Ungarn
Budapests Bürgermeister wegen Pride-Marsch angeklagt

In Ungarn ist Anklage gegen Budapests Bürgermeister Karacsony erhoben worden.

    Karacsony steht zwischen Reportern und spricht. Er trägt ein schwarzes Shirrt mit Schrift in den Regenbogenfarben. Dahinter viele Teilnehmer des Marsches.
    Budapests Bürgermeister Karacsony während des Pride-Marschs. (AP / Tamas Purger)
    Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, trotz eines polizeilichen Verbots den sogenannten Pride-Marsch in der Hauptstadt zugelassen zu haben - also eine Demonstration für die Rechte von allen nicht-heterosexuellen Menschen. Karacsony hatte im vergangenen Sommer die Kundgebung als städtische Veranstaltung angemeldet. Der Pride-Marsch war zuvor auf Basis eines Kinderschutzgesetzes verboten worden.
    Der Bürgermeister kommentierte die Anklage mit den Worten, sie scheine der Preis zu sein, den man in Ungarn zahlen müsse, wenn man für die eigene Freiheit und die der anderen eintrete.
    Diese Nachricht wurde am 28.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.