Städtetag
Bund soll für Luftqualität Schadstoffverursacher stärker in Pflicht nehmen

Der Städtetag hat Bund und Länder dazu aufgefordert, Schadstoffverursacher stärker in die Pflicht zu nehmen.

    Der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, vor dem Schriftzug "Deutscher Städtetag".
    Der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    Städtetagspräsident Jung sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks, die neuen Grenzwerte für saubere Luft könnten nur erreicht werden, wenn Schadstoffe direkt an der Quelle gestoppt würden. Die Möglichkeiten der Kommunen mit Tempolimits, reduzierten Fahrspuren oder größeren Frischluftschneisen seien weitgehend ausgeschöpft. Insbesondere Industrie, Verkehr, Energie- und Landwirtschaft müssten stärker in die Pflicht genommen werden. Deren Emissionen müssten weiter drastisch reduzieren werden, forderte der SPD-Politiker und Leipziger Oberbürgermeister.
    Das Bundeskabinett berät am Mittwoch über ein Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Luftqualität und besserer Luft, die bis Dezember in geltendes Recht überführt werden muss. Ab dem Jahr 2030 müssen strengere Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid in Städten eingehalten werden.
    Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.