Studie
Bundesamt für Strahlenschutz: UV-Strahlung in Europa nimmt zu

Die UV-Strahlung in Europa ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das legt eine Studie nahe, an der das Bundesamt für Strahlenschutz beteiligt war. Ausgewertet wurden demnach Daten von 40 Messstationen in 19 Ländern über zehn Jahre.

    Zwei Menschen laufen mit silbernen UV-Sonnenschirmen durch eine Innenstadt während der Hitzewelle im Sommer 2026.
    UV-Sonnenschirme halten einen Teil der ultravioletten Strahlung ab. (Getty Images / NurPhoto / Jaap Arriens)
    An 26 Stationen zeigten die Messdaten zwischen 2013 und 2022 einen statistisch signifikanten Anstieg der jährlichen UV-Strahlung um 10 bis 20 Prozent. Besonders stark fiel die Zunahme in Mittel- und Westeuropa aus. Für Deutschland wurden Messdaten einer Sonde in Dortmund ausgewertet.

    Weniger Wolken über Europa

    Ein Grund für die Entwicklung ist nach Einschätzung der Forscher eine Abnahme der Bewölkung über Europa. Das Bundesamt macht dafür unter anderem den Klimawandel verantwortlich. Veränderungen der Ozonschicht spielten dagegen eine untergeordnete Rolle.

    Satelliten und Bodenstationen

    Die Studie kombinierte Messungen von Bodenstationen mit satellitengestützten Daten. Beteiligt war ein europäisches Klimadatenzentrum, das der Deutsche Wetterdienst betreibt. Damit lassen sich örtliche Trends dem Bundesamt zufolge auf größere Regionen übertragen.

    Schädigung von Haut und Augen

    Nach Angaben des Bundesamtes ist UV-Strahlung die Hauptursache für Hautkrebs und kann auch die Augen schädigen. Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.