Klima
Bundesamt: Nord- und Ostsee in diesem Sommer "deutlich" zu warm

Nord- und Ostsee haben sich in diesem Sommer ungewöhnlich stark erwärmt. Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie lagen die Wassertemperaturen der zwei Meere in den Monaten Juni bis August deutlich über den langjährigen Mittelwerten.

    Wellen spülen Schaum an den Strand der ostfriesischen Insel Norderney.
    Sowohl Nord- als auch Ostsee waren in diesem Sommer zu warm (Archivbild). (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
    Besonders warm waren demnach die südliche Nordsee und der Ärmelkanal. Durch die Erwärmung änderten sich die Lebensräume drastisch, heißt es. Einige Tierarten zögen in kühlere Gewässer weiter, während sich nicht-einheimische Arten ausbreiteten. Zudem nähmen schädliche Algenblüten und Sauerstoffmangel zu. Darüber hinaus dehnt sich warmes Wasser stärker aus, was den Angaben zufolge zu einem höheren Meeresspiegel beiträgt. Damit komme es wiederum zu höheren Wasserständen bei Sturmfluten.
    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.