Migration
Bundesamt verteidigt Beschränkung bei Integrationskursen - Kritik von SPD und Verbänden

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat das Ende für freiwillige Teilnahmen an Integrationskursen verteidigt.

    Mehrere Hefte liegen aufgeschlagen auf einer Bank. Man sieht die Hände eines Teilnehmers und einer Lehrkraft.
    Ein Integrationskurs für Zuwanderer in einer Volkshochschule (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
    Ein Sprecher der Behörde sagte dem Evangelischen Pressedienst, die Kurse würden damit wieder auf ihren eigentlichen Auftrag zurückgeführt, vor allem jene Menschen zu fördern, die in Deutschland blieben. Zudem reagiere man damit auf die sinkenden Migrationszahlen und verringere die Ausgaben. Das Bundesamt hatte den Trägern von Integrationskursen am Montag mitgeteilt, dass künftig keine Teilnehmer mehr zugelassen würden, für die der Kurs nicht verpflichtend sei. Betroffen sind insbesondere Asylbewerber, Geduldete und Menschen aus der Ukraine.
    Verbände kritisierten die Entscheidung: Die Caritas sprach von einem integrationspolitisch fatalen Signal. Der Deutsche Volkshochschul-Verband warnte, ohne die Beteiligung von Freiwilligen seien die nötigen Mindestteilnehmerzahlen nicht zu erreichen.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.