Asienreise
Bundesaußenminister Wadephul in Singapur: Warnung vor strategischer Hinwendung zu China

Bundesaußenminister Wadephul hat davor gewarnt, sich wegen der aktuellen Differenzen mit den USA aus strategischen Gründen China zuzuwenden. Der CDU-Politiker sagte zum Auftakt seiner Asienreise in Singapur, es wäre die falsche Antwort Deutschlands und Europas, mit offenen Armen zu Präsident Xi zu laufen und Chinas neuer großer Partner zu werden.

    Die beiden stehen lächelnd in einem Raum nebeneinander. Balakrishnan weist Wadephul den Weg nach rechts. Dahinter die Flaggen beider Länder vor einer Wand.
    Johann Wadephul und Vivian Balakrishnan zu Beginn ihres Treffens. (dpa / Jens Büttner)
    Die EU setze stattdessen auf den Ausbau ihres Netzwerks im asiatisch-pazifischen Raum. Wadephul verwies auf die geplanten Freihandelsabkommen mit Malaysia, Thailand, den Philippinen und Australien. Zugleich betonte er, die USA blieben der wichtigste Partner für Europa und Deutschland.

    Stärkere Zusammenarbeit mit Singapur

    Deutschland und Singapur wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Bundesaußenminister Wadephul erklärte nach einem Treffen mit Regierungschef Wong, man habe darüber gesprochen, wie die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen weiter gefestigt werden könnten. In gegenwärtig unsicheren Zeiten hätten sich Singapur und Deutschland als verlässliche und standhafte Partner viel zu bieten, schrieb der CDU-Politiker im Onlinedienst X.
    Wadephul besucht fünf Länder in der Region. Dabei geht es auch um den Ausbau der deutschen Handelsbeziehungen.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Reise des Außenministers - Wadephul in Ozeanien
    Diese Nachricht wurde am 02.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.