Lebensmittel
Bundesinstitut für Risikobewertung entdeckt potenziell gefährliches Schimmelpilzgift in Mandeldrinks

Der Verzehr von Mandeldrinks kann nach Auffassung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) für kleine Kinder ein Gesundheitsrisiko bergen. Das Institut hat nach eigenen Angaben 39 verschiedene Mandeldrinks untersucht. 31 davon enthielten das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1.

    Verschiedene Milchsorten und Alternativen im Kühlregal eines Supermarktes
    Mandeldrinks werden gerne als Alternative zu Kuhmilch getrunken. (Symbolbild) (picture alliance / CHROMORANGE / Jürgen Schott)
    Aflatoxin B1 könne durch Erbgutveränderungen Krebs erzeugen, teilte das Bundesinstitut mit. Eine "sichere untere Wirkschwelle" lasse sich nicht ableiten. Die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei Kindern zwischen sechs Monaten und sechs Jahren werde als "mittel" eingestuft.

    Auch Hafer- und Sojadrinks untersucht

    Insgesamt hatte das Bundesinstitut 162 handelsübliche Hafer-, Mandel- und Sojadrinks im Labor auf Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) und Pflanzentoxine untersucht. So wurden auch Ochratoxin A, Deoxynivalenol sowie T-2- und HT-2-Toxin entdeckt. In diesen Fällen stuft das Institut es als "wenig bedenklich" ein, wenn kleine Kinder damit belastete Drinks verzehren.

    Aflatoxin B1 ist ein natürliches Toxin

    Bei Mykotoxinen handelt es sich um natürliche Toxine. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass sie auch in anderen Lebensmitteln wie Getreide, Obst, Gemüse, Nüssen oder Kakao vorkommen können. Generell helfe eine vielfältige, abwechslungsreiche Ernährung, die Aufnahme unerwünschter Stoffe möglichst niedrig zu halten.
    Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.