
Durch Anpassungen unter anderem an Tarifkurven-Verlauf und Freibeträgen sollen vorrangig Familien mit Kindern und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen entlastet werden. Modellrechnungen gehen in solchen Fällen von etwa 50 Euro pro Monat aus. Allerdings werden die Pläne in zwei Stufen umgesetzt und erst ab 2028 voll greifen. Nicht eingerechnet sind zudem die bereits ab dem kommenden Jahr zu erwartenden Steigerungen bei den verschiedenen Sozialabgaben. Gegenfinanziert wird das Vorhaben unter anderem durch eine zusätzliche Belastung sehr hoher Einkommen. Kritiker des Entwurfs monieren insbesondere, dass anders als bislang üblich die Kalte Progression nicht ausgeglichen wird.
Gemeint ist damit der Effekt, dass die reale Kaufkraft trotz einer Lohnerhöhung gleich bleibt oder sogar sinkt. In diesem Zusammenhang wird auch von einer heimlichen Steuererhöhung gesprochen.
Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
