Saudi-Arabien
Bundeskanzler Merz bricht zu erster Reise in die Golfregion auf

Bundeskanzler Merz (CDU) bricht zu seiner ersten Reise in die Golfregion auf. Erste Station ist Saudi-Arabien, anschließend geht es weiter nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit allen drei Ländern will Merz die Partnerschaften intensivieren.

    Bundeskanzler Merz steigt in den Regierungsflieger, auf dem in Großbuchstaben "Deutschland" steht. Es ist dunkel.
    Bundeskanzler Merz (Archivbild) reist in die Golfregion (picture alliance / dpa / dpa-Pool / Michael Kappeler)
    Vor allem im Energiebereich soll die Kooperation mit den öl- und gasreichen Ländern gestärkt werden. Es wird aber auch um Rüstungsgeschäfte gehen. Waffenexporte in die drei autokratisch geführten Länder wurden wegen der Menschenrechtslage und Beteiligung an regionalen Konflikten von den Vorgängerregierungen lange Zeit sehr zurückhaltend gehandhabt. Die Regierung unter Merz will den restriktiven Kurs nun lockern. 

    Sorge um Lage im Iran

    Ein wichtiges Thema wird auch die Zuspitzung der Lage im und um den Iran sein. Die Sorgen vor einem neuen Krieg waren zuletzt wieder gewachsen. US-Präsident Trump drohte der Staatsführung in Teheran mehrfach mit Militärschlägen, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Kräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten. Dabei sollen Menschenrechtsorganisationen zufolge Zehntausende Menschen getötet worden sein. Das US-Militär hat seine Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut, nun soll es Berichten zufolge aber Verhandlungen mit dem Iran geben.

    Reiche unterzeichnet Absichtserklärung

    Vor dem Bundeskanzler war auch Bundeswirtschaftsministerin Reiche (CDU) mit einer Wirtschaftsdelegation in Saudi-Arabien zu Gast. Gemeinsam mit dem saudischen Energieminister Abdulasis unterzeichnete sie unter anderem eine Absichtserklärung zur stärkeren Zusammenarbeit im Energiebereich.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Bundeswirtschaftsministerin Reiche in Saudi-Arabien (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.