Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Bundeskanzler Merz: "Ein Wahlergebnis, mit dem wir nicht zur Tagesordnung übergehen können"

Bundeskanzler und CDU-Chef Merz hat nach der Wahl in Sachsen-Anhalt seine Erschütterung über den Sieg der AfD zum Ausdruck gebracht.

    CDU-Bundesvorstandssitzung: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sven Schulze (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt sitzen nebeneinander.
    Friedrich Merz und Sven Schulze (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Merz sagte in Berlin, mit dem gestrigen Tage habe sich nicht nur in Sachsen-Anhalt etwas verändert, sondern in ganz Deutschland. Zudem sieht Merz Auswirkungen auf die internationale Lage. Er betonte, wenn fast 60 Prozent bei sehr hoher Wahlbeteiligung politische Parteien wählten, die die demokratischen Spielregeln grundlegend infrage stellten, sei das ein Wahlergebnis, mit dem man nicht zur Tagesordnung übergehen könne. Wörtlich fügte Merz hinzu: "Das macht etwas mit uns, auch mit mir persönlich." Die CDU musste gestern eine Halbierung ihres Wahlergebnisses hinnehmen. Die AfD erreichte fast die absolute Mehrheit.
    Am Morgen hatte SPD-Vize Schweitzer im Deutschlandfunk gesagt, die Regierungspolitik trage keinen geringen Anteil am Wahlausgang. Über die anstehenden Reformen müsse diskutiert werden. Die Bundesvorsitzende der Linken, Schwerdtner, sagte in Berlin, der soziale Kahlschlag der Bundesregierung müsse gestoppt werden. Die SPD sei Teil des Problems.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.