"Menschenverachtend und völkerrechtswidrig"
Bundeskanzler Merz verurteilt Äußerungen von Israels Minister Ben-Gvir

Bundeskanzler Merz hat die Forderung des rechtsextremen israelischen Sicherheitsministers Ben-Gvir nach gezielten Tötungen von Palästinensern scharf verurteilt.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt eine Pressekonferenz im Kanzleramt in Berlin zu personellen Veränderungen in Regierung und CDU.
    Bundeskanzler Merz hat die Äußerungen des rechtsextremen israelischen Ministers Ben-Gvir zu gezielten Tötungen von Palästinensern verurteilt. (Sebastian Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    Regierungssprecher Hille sagte in Berlin, Ben-Gvirs Appelle seien menschenverachtend und völkerrechtswidrig. Nach Hilles Worten wird die EU-Chefdiplomatin Kallas beim Treffen der europäischen Außenminister in wenigen Tagen Vorschläge für Maßnahmen präsentieren.
    Zuvor hatte sich bereits Vizekanzler Klingbeil dafür ausgesprochen, EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir zu prüfen. Grünen-Chefin Brantner forderte die Bundesregierung auf, ein Einreiseverbot zu verhängen. Ben Gvir hatte gesagt, jeden Tag sollten 30 bis 40 Palästinenser im Gazastreifen getötet werden. Es gebe dort Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben.
    Diese Nachricht wurde am 19.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.