Reise nach Riad
Bundeskanzler Merz will in den Golfstaaten "strategische Partnerschaften" schließen

Bundeskanzler Merz ist zum Auftakt seiner Reise in die Golfstaaten in der saudischen Hauptstadt Riad eingetroffen.

    Schönefeld: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geht zum Airbus A350 der Luftwaffe auf dem militärischen Teil der Flughafens BER Berlin-Brandenburg für den Flug nach Saudi-Arabien.
    Bundeskanzler Friedrich Merz reist in die Golfregion. (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Auf dem Programm stand ein Gespräch mit Kronprinz bin Salman. Merz will bei seinem Besuch in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten neue strategische Partnerschaften schließen. Diese brauche man mehr denn je in einer Zeit, in der zunehmend Großmächte die Politik bestimmten, hieß es in einer Erklärung des Kanzlers. Merz verwies auf die enormen wirtschaftlichen Möglichkeiten in den Golfstaaten. So ‌belaufe sich das Handelsvolumen auf rund elf Milliarden Euro, mit steigender Tendenz. Neben Aufträgen für deutsche Firmen gehe es aber auch darum, dass ​etwa die saudischen Staatsfonds mehr in Deutschland investierten.
    Vertreter aus der Wirtschaft hatten die Reise begrüßt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie erklärte, in Zeiten geopolitischer Spannungen sei eine intensivere Beziehung zu den Golfstaaten ein wichtiges Signal.
    Amnesty International forderte von Merz, das Thema Menschenrechte anzusprechen. Amnesty prangert unter anderem die hohe Zahl von Hinrichtungen in Saudi-Arabien an.
    Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.