
Auf dem Programm stand ein Gespräch mit Kronprinz bin Salman. Merz will bei seinem Besuch in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten neue strategische Partnerschaften schließen. Diese brauche man mehr denn je in einer Zeit, in der zunehmend Großmächte die Politik bestimmten, hieß es in einer Erklärung des Kanzlers. Merz verwies auf die enormen wirtschaftlichen Möglichkeiten in den Golfstaaten. So belaufe sich das Handelsvolumen auf rund elf Milliarden Euro, mit steigender Tendenz. Neben Aufträgen für deutsche Firmen gehe es aber auch darum, dass etwa die saudischen Staatsfonds mehr in Deutschland investierten.
Vertreter aus der Wirtschaft hatten die Reise begrüßt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie erklärte, in Zeiten geopolitischer Spannungen sei eine intensivere Beziehung zu den Golfstaaten ein wichtiges Signal.
Amnesty International forderte von Merz, das Thema Menschenrechte anzusprechen. Amnesty prangert unter anderem die hohe Zahl von Hinrichtungen in Saudi-Arabien an.
Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
