Nach Anschlag in Berlin
Bundeskanzler Merz will weniger öffentlich zugängliche Informationen zu kritischer Infrastruktur

Nach dem Stromausfall in Berlin hat sich Bundeskanzler Merz dafür ausgesprochen, mit Informationen über die Infrastruktur weniger transparent umzugehen.

    Vier Menschen mit orangefarbenen Helmen und Jacken stehen und arbeiten in einer Baugrube mit Rohren und Kabeln.
    Arbeiten an einem provisorischen Neuanschluss ans Stromnetz nach einem Anschlag Anfang Januar in Berlin (imago / Funke Foto Services / Maurizio Gambarini )
    Geodaten und andere sicherheitsrelevanten Informationen dürften nicht mehr so einfach öffentlich zugänglich sein, sagte Merz in Berlin. Bund und Länder sollten prüfen, wie viele Informationen sie über Schlüsseleinrichtungen künftig preisgeben.
    Zu Beginn des Jahres hatte ein mutmaßlich linksextremistisch motivierter Brandanschlag auf eine Kabelbrücke zu einem mehrtägigen Stromausfall im Südwesten der Hauptstadt geführt. Der Berliner Senat hatte bemängelt, dass viele Informationen zur Infrastruktur frei zugänglich im Internet zu finden waren.
    Morgen soll der Bundestag über das Kritis-Dachgesetz entscheiden. Es sieht vor, dass etwa Energieversorger und Wasserwerke ihre Anlagen besser schützen müssen. Außerdem sollen sie verpflichtet werden, sicherheitsrelevante Vorfälle zu melden.
    Diese Nachricht wurde am 28.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.