
Auf die Nachfrage, ob er einen freiwilligen Rückzug Infantinos für realistisch halte,
sagte Watzke
: "Ich halte es zumindest für denkbar". Der Fall Balogun, bei dem die FIFA nach einer Intervention von US-Präsident Trump die Rotsperre gegen den US-amerikanischen Spieler zurückzog, habe Infantino massiv geschadet.
Der Präsident von Borussia Dortmund lobte zudem die Einigkeit innerhalb des europäischen Fußballs als Reaktion auf die umstrittenen Investitionspläne Infantinos. Es sei wichtig gewesen, "eine glasklare und nicht verhandelbare schriftliche Aussage der FIFA zu kriegen, dass dieses Ding nicht nur tot ist, sondern dass auch niemand versucht, das wieder zum Leben zu erwecken.“ Ohne diese Zusicherung hätten die europäischen Länder die nächste Weltmeisterschaft boykottiert, sagte Watzke, der auch UEFA-Vizepräsident ist.
Infantino hatte im Sommer Pläne vorgestellt, die einen Verkauf von WM-Anteilen an Investoren vorsahen.
Watzke schließt Boykott bei Wiederwahl Infantinos aus
Watzke betonte zugleich, sollte Infantino wiedergewählt werden, müsse man das akzeptieren. Eine neuerliche Boykottdrohung schloss er aus. Die erste Androhung eines Boykotts sei sachbezogen und auf die Investitionspläne gerichtet gewesen, nicht auf Gianni Infantino persönlich.
Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
