Besuch im Libanon
Bundespräsident Steinmeier fordert, Verpflichtungen aus Waffenruheabkommen zwischen der Hisbollah und Israel einzuhalten

Bei seinem Besuch im Libanon hat Bundespräsident Steinmeier dazu aufgerufen, das Waffenruheabkommen zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel vollständig umzusetzen.

    Beirut: Der libanesische Staatspräsident Joseph Aoun (r.) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geben eine gemeinsame Pressekonferenz.
    Bundespräsident Steinmeier zu Besuch im Libanon bei Staatspräsident Aoun (AP / Hussein Malla)
    Deutschland wisse, wie schwer es für die libanesische Regierung sei, für eine Entwaffnung der Hisbollah zu sorgen, sagte Steinmeier bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem libanesischen Präsidenten Aoun in Beirut. Trotzdem müssten beide Seiten ihre Verpflichtungen erfüllen. Dies sage er nicht nur im Libanon, sondern auch in Israel, erklärte der Bundespräsident.
    Die libanesische Regierung hatte zugesagt, die Hisbollah im Rahmen einer seit November 2024 geltenden Waffenruhe mit Israel vollständig zu entwaffnen. Israel macht dies zur Bedingung für ein Ende seiner Angriffe auf Stützpunkte der Miliz im Süden des Landes.
    Am Nachmittag will sich Steinmeier mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Salam treffen. Für den Abend ist ein Besuch auf der deutschen Fregatte "Sachsen-Anhalt" geplant, die an der UNO-Mission Unifil im Libanon beteiligt ist.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.