
Wie die Bundesregierung mitteilte, soll der Tankrabatt vom 1. Oktober an insgesamt 17 Cent pro Liter betragen. Bund und Länder teilten sich die Kosten von insgesamt 2,5 Milliarden Euro. Außerdem will die schwarz-rote Koalition mit den Mineralölkonzernen über einen Spritpreisdeckel ab dem 1. Januar sprechen. Bundeskanzler Merz betonte in einer Mitteilung die schnelle Entscheidungsfindung und nannte das Paket "ein starkes Signal" für Deutschland.
Weiter hieß es, die Bundesregierung begrüße die Gespräche in der Europäischen Union, Maßnahmen gegenüber der Mineralölwirtschaft zu prüfen. Durch den Konflikt zwischen dem Iran und den USA sind die Kraftstoffpreise in den vergangenen Tagen erneut auf neue Höchstwerte gestiegen. Ein Liter Diesel kostete nach Auswertung des ADAC im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,471 Euro.
Der Deutsche Bauernverband begrüßte das Entlastungspaket. Kritik kam von den Grünen und Umweltschützern. Der Ökologische Verkehrsclub VCD kritisierte, ein Tankrabatt sorge nicht für mehr Sprit auf dem Markt. Greenpeace bezeichnete den Tankrabatt als "nicht zielgerichtet". Der Grünen-Energiepolitiker Kellner sagte der "Rheinischen Post", niemand wisse, ob die Preissenkung bei den Verbrauchern ankomme.
Diese Nachricht wurde am 18.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
