Konjunktur
Bundesregierung korrigiert Wachstumsprognose nach unten

Die Bundesregierung senkt ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr.

    Bundewirtschaftsministerin Katherina Reiche hält den Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung in den Händen.
    Bundewirtschaftsministerin Katherina Reiche stellt den Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung vor. (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Es werde mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gerechnet, teilte Bundeswirtschaftsministerin Reiche bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts in Berlin mit. Im Herbst war noch mit einem ⁠Plus des Bruttoinlandsproduktes ‌von 1,3 Prozent gerechnet worden.
    Ein Grund für die gesenkte Prognose ist der CDU-Politikerin zufolge, dass die Erholung im zweiten Halbjahr 2025 schwächer ausgefallen sei als erwartet. Der Start ins neue Jahr sei damit schwieriger, sagte Reiche. Zudem wirkten Milliarden-Ausgaben des Staates zur Modernisierung der Infrastruktur, für Klimaschutz sowie für eine Stärkung der Bundeswehr langsamer als erhofft.
    Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Gönner, sagte, die erwartete wirtschaftliche Erholung sei gering und bleibe brüchig. Ähnlich äußerte sich die Deutsche Industrie- und Handelskammer. DIHK-Hauptgeschäftsführerin Melnikov betonte, Deutschland wachse viel zu langsam. Ein Mini-Plus der Wirtschaft 2026 sei ein ernüchterndes Signal und weit von dem entfernt, was der Standort leisten könnte.
    Diese Nachricht wurde am 28.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.