
Bundesinnenminister Dobrindt sagte in Berlin, sowohl die Drohnenkonfiguration, als auch Bauteile, Sprengstoff und Zündungstechnik seien Ermittlern aus anderen Aktionen Russlands bekannt. Der CSU-Politiker erklärte, Deutschland befinde sich nicht im Krieg, das Land sei jedoch tägliches Ziel hybrider Kriegsführung.
Bundesaußenminister Wadephul kündigte als Konsequenz mehrere Maßnahmen an. Das russische Generalkonsulat in Bonn werde am 18. September geschlossen. Außerdem beende die Bundesregierung den Vertrag für das Russische Haus in Berlin. Zudem werden nach den Worten des CDU-Politikers die Einreisekontrollen für russische Staatsbürger verschärft.
Das Außenministerium in Moskau erklärte, Russland werde auf die - Zitat - "anti-russischen Maßnahmen" Deutschlands reagieren. Zuvor hatte Russland bereits jede Verantwortung zurückgeweisen.
Bei dem Vorfall in Leipzig war Anfang August eine mit Sprengstoff präparierte Drohne im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden.
Die Europäische Union und die NATO sicherten Deutschland ihre Unterstützung zu. Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte, die EU stehe "voll und ganz" an der Seite Deutschlands. NATO-Generalsekretär Mark Rutte teilte mit, das Militärbündnis werde seine Mitglieder gegen "jegliche Bedrohung" verteidigen.
Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
