Nach Drohnenfund in Leipzig
Bundesregierung kündigt Maßnahmen gegen Russland an

Die Bundesregierung will ihre Erkenntnisse über den Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig-Halle heute dem NATO-Rat vorlegen.

    Johann Wadephul (l, CDU), Bundesaußenminister, und Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, geben eine Pressekonferenz zu den Entwicklungen im Fall der am Flughafen Leipzig/Halle gefundenen Sprengstoff-Drohne im Bundesinnenministerium.
    Johann Wadephul (l, CDU), Bundesaußenminister, und Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, während ihrer Pressekonferenz. (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Dem Gremium gehören die NATO-Botschafter aller Mitgliedsstaaten an. Zuvor hatte die Bundesregierung Russland die Verantwortung für den Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig-Halle zugewiesen. Bundesinnenminister Dobrindt sagte in Berlin, sowohl die Drohnenkonfiguration, als auch Bauteile, Sprengstoff und Zündungstechnik seien Ermittlern aus anderen Aktionen Russlands bekannt.
    Bundesaußenminister Wadephul kündigte an, das russische Generalkonsulat in Bonn werde am 18. September geschlossen. Außerdem beende die Bundesregierung den Vertrag für das Russische Haus in Berlin. Zudem würden die Einreisekontrollen für russische Staatsbürger verschärft.
    Russlands Präsident Putin wies jegliche Verantwortung für den Anschlagsversuch zurück. Er forderte die Bundesregierung auf, Beweise vorzulegen.
    Bei dem Vorfall in Leipzig war Anfang August eine mit Sprengstoff präparierte Drohne im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.